Keine Rückendeckung für Ritsch

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Rudas erteilt der Forderung von Landesparteivorsitzendem Ritsch (SPÖ) nach Neuwahlen eine Absage. Laura Rudas sagt, sie verstehte zwar die Wut von Ritsch, es werde aber „regulär“ gewählt.

In einem Interview mit Radio Vorarlberg will SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas nichts von vorgezogenen Neuwahlen wissen. Sie verstehe, dass Landesparteivorsitzender Michael Ritsch (SPÖ) sich über die Aussagen von ÖVP-Klubobmann Karl-Heinz Kopf aufrege, doch es bleibe beim regulären Wahltermin.

Laura Rudas im Interview:

SPÖ-Landeschefs reagieren auf Ritsch

Der oberösterreichische SPÖ-Vorsitzende LH-Stv. Josef Ackerl hat zwar Verständnis für die Aussagen des Vorarlberger Parteichefs Michael Ritsch, ist selbst aber nicht der Ansicht, dass Neuwahlen nötig sind. Dennoch hält er die Position Ritschs für legitim: „Er ist in Vorarlberg in einer sehr schwierigen Situation.“ Über Kopfs Sager ist Ackerl ebenfalls empört.

„Kein Thema“ sind baldige Neuwahlen für den Kärntner SPÖ-Chef Peter Kaiser, und auch eine Sprecherin der Wiener SPÖ meinte auf APA-Anfrage ebenfalls: „Neuwahlen stehen nicht zur Diskussion.“ Das findet auch Tirols SPÖ-Obmann Gerhard Reheis: „Die Koalition ist aufgefordert, zu arbeiten“, erklärte er. In Niederösterreich überlässt der dortige SPÖ-Chef Sepp Leitner „die Einschätzung unserem Parteivorsitzenden und Bundeskanzler“. Auch in der Steiermark findet SP-Vorsitzender Franz Voves, dass das Ganze eine Angelegenheit der Bundesebene sei. Auch im Burgenland gibt es für Ritsch keine Unterstützung: „Arbeiten statt wählen“ sei die Devise, erklärte SP-Landesparteivorsitzender Hans Niessl.

Ritsch begründet Neuwahlforderung

Dass es in der aktuellen Koalition nicht mehr gehe, zeige das Auftreten von ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf bei der ÖVP-Klubklausur in Saalfelden, so Ritsch. Dort hatte der ÖVP-Klubobmann Kopf betont, die ÖVP werde Eigentum schützen „vor Dieben genau so wie vor Sozialdemokraten“.

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