Wanderer unterschätzen oft das Risiko

Die Bergrettung ist heuer bisher 116-Mal ausgerückt - das sind um 23 Einsätze mehr als im Jahr zuvor. Bei vielen Unfällen ist der konditionelle Zustand nicht ausreichend vorhanden und Wandertouren werden von den Hobbysportlern oft unterschätzt.

Die Wandersaison ist im vollen Gange und wer in die Berge geht, sollte ein gewisses Risiko in Kauf nehmen. Aber nicht nur im Hochgebirge kann ein falscher Schritt fatale Folgen haben. Besonders bei einfachen Wanderrouten kommt es immer wieder zu Unfällen - die Tour passt oft nicht zur Leistungsfähigkeit des Wanderers oder das Können wird überschätzt.

„Wandern ist ein Sport und kein Hobby“

„Wandern ist ein Sport und kein Hobby, wer Wandern will, sollte eine gute körperliche Verfassung haben.“ Das unterschätzen besonders ältere Personen, sagte Gebhard Barbisch, Landesleiter der Bergrettung Vorarlberg. Heuer wurde die Bergrettung bisher zu 116 Unfällen auf markierten Wanderwegen gerufen. 93 Unfälle waren es im gleichen Zeitraum im letzten Jahr.

„Einsätze wegen Erschöpfungszustände vermeidbar“

Laut Barbisch ist auffallend, dass es vermehrt hilfesuchende Wanderer gebe, die wegen Erschöpfungszuständen nicht mehr vorankommen. Dies wäre absolut vermeidbar, so Barbisch, indem sich der Wanderer vorher sportlich vorbereitet oder sich einen Weg aussucht, der zu seinem körperlichen Zustand passt.

Viele Unfälle sind auf den schlechten konditionellen Zustand der Wanderer zurückzuführen. Die Bergrettung war heuer schon 7.480 Stunden im Einsatz, durchschnittlich gibt es zwei Einsätze pro Tag.