Auslastung am LKH Rankweil geht zurück
Vor etwa einem Jahr hat das Landeskrankenhaus Rankweil mit enormen Auslastungszahlen Alarm geschlagen - 7.500 Patienten kamen in die psychiatrische Ambulanz. Die Forderung nach mehr Entlastungsangeboten und ambulanten Betreuungsangeboten außerhalb der Krankenhäuser wurde laut. Inzwischen hat sich die Situation etwas entspannt. Laut Oberarzt Jan Di Pauli von der Abteilung „Psychiatrie 1“ konnte die Verweildauer der Patienten heuer von Jänner bis Ende Juni um einen Tag gesenkt werden. Die Auslastung sank von nahezu unbewältigbaren 101 Prozent im vergangenen Jahr auf inzwischen 94 Prozent.
Gründe: Enge Kooperation mit Maria-Ebene und Lukasfeld
Das liege vor allem an der engen Kooperation mit den Krankenhäusern Maria-Ebene und Lukasfeld, so Oberarzt Di Pauli zu den Gründen. Seine Abteilung könne die Patienten mit einer Suchtkrankheit, die in Maria-Ebene oder Lukasfeld eingeliefert wurden, sofort sehen und gegebenenfalls nach Rankweil überweisen. Die beiden Krankenhäuser könnten zudem die Patienten entweder ambulant selbst versorgen oder stationär, erklärte Di Pauli. Das habe dazu geführt, dass die Versorgung der Suchtpatienten sich deutlich verbessert habe und Rankweil entlastet werde. Dadurch auch dass Lukasfeld selbst Drogenentzüge durchführen könne, hätten die Patientenzahlen in Rankweil deutlich nachgelassen. Das könne man als großen Fortschritt bezeichnen, sagte Di Pauli abschließend.
Link:
Psychiatrie: Jugendliche nur auf eigener Station (vorarlberg.ORF.at; 9.9.2012)
Publiziert am 11.09.2012

