AMS: Arbeitslose Jugendliche resignieren

Rund 3.600 Jugendliche eines Jahrgangs in Österreich tauchen laut AMS pro Jahr unter. Nach Abbruch von Schule oder Lehre melden sie sich nicht arbeitslos. Laut AMS-Vorarlberg könne man das verhindern.

Die Internationale Arbeitsorganisation geht davon aus, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Zukunft sinken wird. Grund dafür sei aber nicht eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, vielmehr würden sich die Jugendlichen erst gar nicht mehr als arbeitslos melden.

Rund 3.600 Jugendliche eines Jahrgangs in Österreich tauchen laut Arbeitsorganisation pro Jahr unter. Sie brechen entweder die Schule oder die Lehre ab und melden sich beim Arbeitsmarktservice nicht als arbeitslos. Wie viele Jugendliche in Vorarlberg diesen „Verzweiflungsakt“ wählen, kann nicht gesagt werden, sagt Bernhard Bereuter, stellvertretender AMS-Direktor. Durch die enge Zusammenarbeit von Schulen, AMS, Betrieben und Berufsinformation würden solche Fälle aber weitgehend verhindert, sagt Bereuter.

Appell: Jugendliche sollen sich beim AMS melden

Auch wenn die Jugendlichen enttäuscht sind, weil sie bereits mehrere Absagen bekommen haben, sollten sie sich beim Arbeitsmarktservice melden. Egal ob es um das Verfassen von Bewerbungsschreiben, fachliche Qualifikationen oder die Suche nach Lehrstellen geht, die Jugendlichen bekommen die passende Unterstützung, sagt Bereuter.

Grundsätzlich ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Jugendliche gut, sagt Bereuter. Ende August waren 410 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren arbeitslos.