Bundesheer: Politik gegen Milizprämie

Vorarlberger ÖVP und FPÖ sprechen sich klar gegen die Berufsheer-Pläne von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) aus, wonach Soldaten für zwei Wochen Katastropheneinsatz eine Prämie bekommen sollen.

Laut Landeshauptmann und ÖVP-Landesparteichef Markus Wallner bedeutet der Vorschlag, eine Zweiklassengesellschaft zwischen unbezahlter Freiwilliger Feuerwehr und Soldaten zu schaffen und das freiwillige Engagement zu untergraben. FPÖ-Chef Dieter Egger betonte, Katastrophenhilfe verlange nach Kooperation auf Augenhöhe.

Wallner: „System hat sich bewährt“

Wallner unterstrich, dass das ehrenamtliche Engagement für eine Gesellschaft unverzichtbar sei und forderte den Verteidigungsminister auf, „mit seinen gefährlichen Experimenten aufzuhören“. Das System habe sich in den vergangenen Jahren bewährt, es gebe keinen Anlass für eine Änderung.

„Unwürdiges Verhalten für einen Verteidigungsminister“

Wie Wallner warf Egger Darabos vor, Soldaten mit Prämienzahlungen gegen ehrenamtliche Feurerwehrleute ausspielen zu wollen. „Das ist ein äußerst unwürdiges Verhalten für einen Verteidigungsminister“, bezweifelte der FPÖ-Politiker Darabos’ Ressortkompetenz.

Vetter bezweifelt Nachhaltigkeit des neuen Systems

Landesfeuerwehrinspektor Hubert Vetter bezweifelt vor allem die Nachhaltigkeit des neuen Systems. Ein Blick in andere europäische Länder zeige, dass das System der freiwilligen Feuerwehren ein Vorzeigemodell sei, so Vetter. Die Feuerwehrleute stehen das ganze Jahr rund um die Uhr zur Verfügung - und das zum Nulltarif.

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