Wirtschaftskammer: Kaufkraft ist stabil

Die Kaufkraft der Vorarlberger ist laut der Wirtschaftskammer stabil. Es werde sogar mehr eingekauft, so Michael Tagwerker von der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer. Er sehe keinen Grund, denen Recht zu geben, die eine Wirtschaftskrise herbeireden wollten.

Die Arbeiterkammer, die Schuldenberatung und die Armutskonferenz sprechen von immer mehr Menschen, die sogar trotz Arbeit verarmen. Und das Arbeitsmarktservice hat als Grund für die gestiegenen Arbeitslosenzahlen die Wirtschaftskrise genannt. Die Wirtschaftskammer gibt aber in Sachen Kaufkraft Entwarnung.

Handelsumsätze steigen leicht

Die Kaufkraft, das hätten Studien renommierter Institute ergeben, sei stabil oder sogar leicht im Steigen begriffen, so Tagwerker: „Das ist ein Indikator, an dem wir uns orientieren seitens des Handels. Aber auch die Handelsumsätze steigen nach wie vor leicht. Hier können wir überhaupt keine Veränderung ins Negative feststellen“. Die Menschen könnten ihre täglichen Konsumbedürfnisse bedienen, so Tagwerker. Er sehe keinen Grund, denen Recht zu geben, die eine Wirtschaftskrise herbeireden wollten.

Die Armut sei ein gesellschaftspolitisches Problem, so Tagwerker weiter, mit dem sich alle Volkswirtschaften auseinandersetzen müssten. „Die gibt es, sie nimmt aber meines Erachtens auch nicht überhand“, so Tagwerker.

Vieles über Konsum definiert

Wenn aber das Geld knapp wird, ist der Konsum eine Realität, an der auch arme Menschen nicht vorbeikommen. „Ein Problem ist, dass in unserer Gesellschaft vieles über Konsum definiert ist“, sagt der Sprecher der Armutskonferenz, Michael Diettrich. „Was wir bei vielen armen Menschen, mit denen wir zu tun haben feststellen, ist, dass sie kaum mehr Leute einladen, weil sie denen nichts anbieten können - und wenn sie das nicht tun, die auch nicht wiederkommen“.

Video: „Vorarlberg heute“-Beitrag von Georg Fabjan, Götz Wagner (Kamera) und Gernot Kutzer (Schnitt)

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