Hofer-Filiale Weidach: Stadt erteilt Absage
Seit einiger Zeit hatte es Diskussionen um die geplante Errichtung eines Hofer-Lebensmittelmarktes in Weidach gegeben. Die Eigentümer des Grundstücks an der Weidachstraße wollten ihr Land zur Verfügung stellen, Hofer wollte dort laut Linhart einen Markt mit 600 m² Verkaufsfläche errichten. Das würde aber eine Umwidmung des Bau-Grundstücks erforderlich machen, wofür entsprechende Beschlüsse der städtischen Gremien notwendig seien, so der Bürgermeister.
Linhart: „Wohnraumreserve wichtiger“
Linhart hat sich nach eigenen Angaben die Argumente für und gegen den Markt angehört und ist zu dem Schluss gekommen, die Fläche nicht umzuwidmen. Auch aus den Reihen der Weidacher Bürger gebe es inzwischen klare Stimmen gegen einen weiteren Lebensmittelhändler.
„Mir ist die Wohnraum-Reserve für unsere Kinder wichtiger als ein weiteres Lebensmittelgeschädt in einem Stadtteil, indem der Bedarf gedeckt ist“, so Linhart. Zudem habe man bereits ein Stadtteilzentrum für Weidach angedacht, dieses würde durch den Markt gestört. Außerdem gefährde ein solcher Markt die Situation der bestehenden Nahversorger.
Kiermayr: Nahversorger auch in Städten gefährdet
Auch Vize-Bürgermeister und Planungsstadtrat Gernot Kiermayr von den Grünen sprach sich gegen die Umwidmung aus. „Die Stadtplanung muss die Rahmenbedingungen für Geschäftsansiedlungen so gestalten, dass die Nahversorgung in den Quartieren erhalten bleibt“, so Kiermayr.
„Ein weiterer Supermarkt, diesmal ein Discounter, in geringer Distanz wäre das sichere Aus für den bestehenden Nahversorger“, warnt Kiermayr. Man rede viel von der Bedrohung der Dorfläden. Dabei werde allzu oft übersehen, dass die Nahversorger in den Städten ebenfalls gefährdet seien, so der Vizebürgermeister.
Publiziert am 07.09.2012

