Hanta-Viren machen keine Probleme

In den USA sind zuletzt drei Menschen an dem von Mäusen übertragenen Hanta-Virus gestorben. Auch in Vorarlberg gibt es heuer ein starkes Mäusejahr. Virusgefahr besteht aber nicht, geben Biologen Entwarnung.

Der schneereiche Winter ist dafür verantwortlich, dass die Mäuse in Vorarlberg kaum natürliche Feinde haben. Seit 2009 ist in Österreich und Deutschland generell eine Zunahme an Hantaviren-Erkrankungen zu erkennen.

Puumala-Virus schon vorgekommen

In Vorarlberg hat es bis jetzt aber noch keinen Fall gegeben, sagt Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher. n Vorarlberg sei zwar auch eine Form des Hantavirus vorgekommen, allerdings das Puumala-Virus. Dieses führe nur sehr selten zu Komplikationen und grippeähnlichen Symptomen. Die Sterblichkeit liege unter einem Prozent.

Vorsicht gilt für Förster, Jäger, Älpler und Landwirte

Der Stamm, der in den USA Probleme verursacht habe, sei in Europa noch nie nachgewiesen worden. Überträger des Hanta-Virus ist die Rötelmaus. Sie lebt hauptsächlich im Wald und am Waldrand. Laut Klaus Zimmermann von der Inatura sind damit natürlich wenn überhaupt Leute betroffen, die im Wald arbeiten - also Forstarbeiter, Landwirte und die Jägerschaft. Aber auch Alphütten-Besitzer sollten vorsichtig sein, Handschuhe tragen und auf keinen Fall kehren, sondern feucht wischen, so die Empfehlung des Landessanitätsdirektors

Eine Hantaviren-Infektion ist mit einer schweren Grippe vergleichbar. Die Inkubationszeit liegt zwischen zwei und vier Wochen.