Wahlplakatverzicht: Ablehnung als „Armutszeugnis“

Unverständnis herrscht bei Freiheitlichen-Landesobmann Dieter Egger, nachdem Grüne, SPÖ und ÖVP den Vorschlag der FPÖ zum Verzicht von Wahlkampfplakaten abgelehnt haben: „In Kärnten geht’s, im Ländle nicht - das ist ein Armutszeugnis“, so Egger.

Um Wahlkampfkosten „transparent“ einzusparen hatte FP-Klubobmann Dieter Egger am Donnerstag den Vorschlag unterbreitet, auf Wahlkampfplakate zu verzichten. Damit könnten rund 400.000 Euro eingespart werden, meinte er. Obwohl er erwartet hatte, dass auch die anderen Parteien Gefallen an dem Vorschlag finden, lehnten ÖVP, SPÖ und Grüne Eggers Idee ab - mehr dazu in Plakatverzicht: Ablehnung für FPÖ-Vorschlag.

„Blockadehaltung völlig unverständlich“

Dies ruft nun wiederum das Unverständnis bei Egger hervor: „Offensichtlich ist in Vorarlberg nicht möglich, was in Kärnten möglich ist. Dort haben nämlich genau jene Parteien sich vehement für einen Verzicht auf Wahlkampfplakate ausgesprochen und dies wurde auch so beschlossen. Auch vor diesem Hintergrund ist diese Blockadehaltung völlig unverständlich und schleierhaft. Warum geht das in Kärnten und im Ländle nicht?“, fragt sich FP-Chef Dieter Egger.

Aus der Bevökerung würde nur Zuspruch zu dieser Idee kommen, so Egger am Donnerstag in einer Aussendung. Er will daher an seiner Forderung festhalten. Ob die FPÖ notfalls auch als einzige Partei auf Plakate im Wahlkampf verzichten wird, läßt Egger hingegen weiter offen.

Rauch: „Komm runter, Dieter!“

Grünen-Chef Johannes Rauch fordert Egger indes einen Gang herunter zu schalten: „Komm runter, Dieter!“, fordert der Landtagsabgeordnete im Rahmen einer Presseaussendung. Die Grünen seien jederzeit bereit, in Parteiengesprächen über eine Begrenzung der Wahlkampfkosten einzutreten. Anstatt weiter künstliche Erregung zu erzeugen, sollte die FPÖ lieber rasch in die Gespräche miteinsteigen, so Rauch.