Großes Interesse am Freiwilligen Sozialen Jahr
In der Diskussion um die Abschaffung der Wehrpflicht in Österreich wird auch die Zukunft des Zivildienstes diskutiert. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat sich erst kürzlich für ein freiwilliges soziales Jahr als Ersatz für den Zivildienst ausgesprochen.
Debatte: Wie zeitgemäß ist die Wehrpflicht?
Eigentlich gibt es das freiwillige soziale Jahr in Österreich schon seit 1968. In Vorarlberg hat es sich aber erst nach 1997 so richtig durchgesetzt. Inzwischen kommt das freiwillige soziale Jahr aber auch in Vorarlberg gut an, denn fast jeder fünfte Österreicher, der ein freies soziales Jahr absolviert, kommt aus Vorarlberg.
Alle 105 Plätze sind derzeit besetzt
Alle 105 Plätze für ein soziales Jahr in Vorarlberg seien derzeit besetzt, sagte Claudio Tedeschi von der Caritas, und die Warteliste ist sehr lang. Jedes Jahr verzeichnet die Caritas mehr als 200 Anmeldungen, davon sind 90 Prozent Mädchen. Der Grund dafür sei, dass junge Männer, die sich für einen sozialen Beruf interessieren, sich oft für den Zivildienst entscheiden. Jungen Mädchen bleibe hingegen als Orientierungshilfe meist nur das freiwillige soziale Jahr, so Tedeschi.
Die Jugendlichen arbeiten durchschnittlich zehn Monate lang in einer der 50 Einrichtungen in Vorarlberg. Seit Juni 2012 bekommen die Freiwilligen von der jeweiligen Einrichtung ein Taschengeld von 323 Euro pro Monat und sind außerdem Kranken-, Pensions - und Unfallversichert.
Publiziert am 31.08.2012

