ÖVP-„Krisensitzung“: Wallner wiegelt ab
Debatte: Was braucht die ÖVP?
Offiziell geht es bei der Sitzung um die Bundesheer-Volksbefragung, im Zentrum dürften aber eher Personalfragen stehen. Das wurde der APA von mehreren Seiten bestätigt. Zur Disposition steht dem Vernehmen nach unter anderem der Posten von Klubchef Karlheinz Kopf. Nicht ausgeschlossen wird sogar der Abgang von Parteichef Michael Spindelegger, sollte die Situation endgültig eskalieren - mehr dazu in Gerüchte über ÖVP-Krisensitzung in Wien (news.ORF.at, 30.8.2012).
Statement nach der ÖVP-Pressestelle
Ob bei der Besprechung tatsächlich wesentliche Personalentscheidungen gefällt werden, war auch am frühen Abend offen. Zuvor hatte es geheißen, dass es bereits in der Nacht auf Donnerstag klärende Gespräche gegeben haben soll. Aus dem Umfeld von Spindelegger war im Vorfeld der Sitzung verlautet, dass es sich um keine Krisensitzung handle, sondern um ein Besprechung zum Thema Bundesheer.
Nach der Sitzung solle es laut ÖVP-Pressestelle ein Statement geben. Wie lange das Treffen dauert, war vorerst völlig offen. Auch wer im Anschluss vor die Presse treten wird, war unklar.
Wallner: Verstehe die mediale Aufregung nicht
Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner wiegelte vor Beginn der Sitzung ab: Er verstehe die mediale Aufregung nicht ganz. Er gehe auch nicht davon aus, dass es am Donnerstagabend große Personalentscheidungen geben werde. Zuletzt waren die ÖVP-Landeshauptleute parteiintern dafür kritisiert worden, dass sie in Sachen Bundesheer-Volksbefragung vorgeprescht sind und damit Druck auf die ÖVP-Spitze erzeugten.
Publiziert am 30.08.2012

