Armutskonferenz: Kaufkraft in Vorarlberg sinkt
Die Studie der Schweizer Großbank UBS hat für einiges an Aufregung gesorgt: Sie bescheinigt Österreich für das vergangene Jahrzehnt einen satten Einbruch bei den Realeinkommen. Das stimme in dem Ausmaß nicht, meinte dazu die Bank Austria. Die Industriellenvereinigung geht sogar von gestiegenen Realeinkommen aus. Dagegen wehrt sich jetzt die Vorarlberger Armutskonferenz: Kaufkraftverlust sei auch in Vorarlberg Realität.
Geringverdiener fallen immer weiter zurück
Bei der Armutskonferenz ist man sich sicher: Geringverdiener, Empfänger von Mindestsicherung und niedrigen Pensionen fallen immer weiter zurück. Zwar hätten die am schlechtesten verdienenden zehn Prozent der Bevölkerung im vergangenen Jahrzehnt vielleicht nicht real 35 Prozent verloren, wie die UBS-Studie behauptet. Aber das Deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung gehe von einem Minus von fast 20 Prozent aus - und dieses Ergebnis sei tendenziell auf Österreich übertragbar, heißt es bei der Armutskonferenz.
Heizöl-Preisanstieg als starke Belastung
Zudem seien in Bregenz die Preise für Heizöl von 2001 bis 2011 um 87 Prozent gestiegen - dieser starke Anstieg belaste Menschen mit wenig Geld viel stärker, da sie einen viel größeren Teil ihres Geldes für Heizstoffe ausgeben müssen.
Publiziert am 28.08.2012

