Reaktionen: Ungerechtfertigte Rettungseinsätze
Notfallmediziner und Rettungsfachkräfte kritisieren einen Anstieg von unnötigen Rettungseinsätze, denn nicht jeder würde auch einen Krankenwagentransport benötigen - mehr dazu in Rettung immer öfter zu Bagatellfällen gerufen (vorarlberg.ORF.at; 24.8.2012).
„Will Entscheidung nicht Rettungspersonal aufbürden“
Der Bregenzer Oberarzt Oliver Schöneberg aus dem Landeskrankenhaus Bregenz hat daher vorgeschlagen, nicht gerechtfertigte Einsätze bei Patienten zu verrechnen. Das Rote Kreuz lehnt diesen Vorschlag aber ab. Laut Gozzi hat es schon Versuche mit einem Selbstbehalt für ungerechtfertigte Einsätze gegeben. Funktioniert habe das damals aber nicht, da diese Einstufung, ob ein Einsatz gerechtfertigt ist oder nicht, am Telefon schwer zu treffen ist. Und diese Entscheidung will Gozzi nicht seinem Rettungspersonal aufbürden.
Den Hauptgrund für ungerechtfertigte Transporte sieht Gozzi oftmals in der Bequemlichkeit der Patienten. Denn wird man per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, übernimmt das Rettungspersonal sogar Patientenanmeldung.
Publiziert am 25.08.2012

