Noch keine Hinweise zum Tankstellenüberfall
Videobeitrag von Gernot Hämmerle, Reinhard Mohr, Christina Lachner
Mit einer weißen Anonymus-Maske vermummt schlich der Täter kurz nach 3.00 Uhr geduckt in die Eni-Tankstelle in der Hohenemserstraße. Der Maskierte hielt dem einzigen Kunden von hinten ein Messer mit einer zehn Zentimeter langen Klinge an den Hals und forderte so vom Kassier Geld. Auf den Videoaufzeichnungen kann man erkennen, wie der Kassier das Geld - laut Polizei mehrere hundert Euro - in einen Sack stopft und diesen über den Tresen reicht.

SID
Mit der Geisel im Schwitzkasten verließ der Räuber rückwärts die Tankstelle, dann ließ er die Geisel los und flüchtete zu Fuß. Seitdem fahndet die Polizei laut Sprecherin des Landespolizeikommandos Susanne Dilp nach dem Täter. Eine Alarmfahndung musste ergebnislos abgebrochen werden.
Geisel und Kassier sind wohlauf
Jener Kunde, der kurz in Geiselhaft genommen worden war und der Kassier der Tankstelle seien wohlauf, sagte Dilp. Es gehe ihnen den Umständen entsprechend. Der Kassier wirke sehr gefasst, aber er sei auch nicht selbst bedroht worden, erläuterte der Chef des Kassiers, Tankstellen-Pächter Manfred Vogel.
Täterbeschreibung
Der unbekannte Täter ist zwischen 175 und 185 Zentimeter groß und wird auf 20 bis 40 Jahre geschätzt. Er ist von mittlerer Statur und war mit einer dunkelfarbenen langärmeligen Jacke sowie einer dunklen Hose bekleidet. Zum Tatzeitpunkt trug er eine weiße Anonymus-Maske. Neben dem Messer hatte er eine rote Plastiktasche mit dunkelblauer Aufschrift bei sich.
Hinweise sind an das Landeskriminalamt Bregenz, Tel. 059133-80-3333, oder jede andere Sicherheitsdienststelle erbeten.
Tankstelle wurde schon zweimal überfallen
Zwei Überfälle hat es auf die Lustenauer Tankstelle von Manfred Vogel bereits gegeben, der letzte vor vier Jahren. Auf die Frage wie es ihm nach einer solchen Nacht gehe, schüttelt Vogel resignierend den Kopf. Er nehme es mit Fassung. „Was soll ich machen?“, so Vogel. Seine Tankstelle sei versichert, sagte Vogel. Er warte jetzt auf Ergebnisse der Polizeiermittlungen.
Publiziert am 22.08.2012

