Bludenz: Polizei gemeindeübergreifend aktiv

Auf großes Interesse stößt das Angebot der Stadt Bludenz, die zehn Stadtpolizisten gemeindeübergreifend arbeiten zu lassen. Nach Angaben der Stadt wird die Stadtpolizei voraussichtlich auch in Bürs, Nüziders und Nenzing den Verkehr überwachen.

Wie die Stadt Bludenz informiert, hätten die ersten Beratungstätigkeiten zu den Gemeindekooperationen der Stadtpolizei mit umliegenden Kommunen bereits stattgefunden - ab September werde die Stadtpolizei auch bei der Verkehrsüberwachung in anderen Gemeinden anzutreffen sein.

Gespräche mit Ludesch, Ludesch, Lorüns und Stallehr

Vor allem die direkten Nachbargemeinden Bürs und Nüziders hätten großes Interesse signalisiert. Mögliche Kooperationsmodelle seien in den Gemeindevorständen schon behandelt worden. Fix im Boot ist auch die Marktgemeinde Nenzing. Für eine Probephase wurden bereits die Stundenleistungen der städtischen Exekutivbeamten in der Walgaugemeinde vereinbart. Bludesch, Ludesch, Lorüns und Stallehr führen derzeit die Detailgespräche mit den Vertretern der Stadt.

Video: „Vorarlberg heute“-Beitrag von ORF-Redakteur Stefan Krobath. Er sprach mit Helmut Zimmermann, Bürgermeister Bürs.

Katzenmayer: „Sichere rechtliche Basis“

Parallel zu den Gesprächen mit den Gemeinden wurde nach Angaben der Stadt Bludenz die rechtliche Basis dieser Gemeindekooperationen von der Bezirkshauptmannschaft (BH) Bludenz und den ligistischen Abteilungen des Landes abgeklärt. „Wir wollten diese Gemeindekooperation auf einer sicheren rechtlichen Basis durchführen. Das zu prüfen war nicht einfach. Inzwischen haben wir grünes Licht von BH und Land“, erklärt Bürgermeister Josef Katzenmayer (ÖVP). Jeder einzelne Stadtpolizist werde von der Bezirkshauptmannschaft ermächtigt, Verkehrsdienst in den Kooperationsgemeinden zu versehen.

Vielfacher Wunsch nach Beratungstätigkeiten

Vom ursprünglichen Gedanken der Radarüberwachung mit fix montierten Radarkästen seien die Beteiligten im Rahmen der Kooperationsgespräche weit abgekommen, heißt es in einer Presseaussendung der Stadt. Dafür bestehe in den Gemeinden wenig Bedarf. Hingegen sei die Nachfrage groß, wenn es um Patrouillentätigkeiten der Stadtpolizei zur Verkehrsüberwachung - vor allem im Umfeld von Schulen und Wohnsiedlungen - geht.

Herausgestellt habe sich auch, dass das Know-how der Stadtpolizeimitarbeiter sehr gefragt sei, so Katzenmayer. Der Wunsch nach allgemeinen Beratungstätigkeiten der Stadtpolizei sei sehr oft gefallen.

Testlauf soll bis Jahresende starten

Die gemeineübergreifende Poilzeiarbeit soll bis Jahresende in die Testphase gehen. "Ich bin überzeugt, alle werden davon profitieren“, zeigt sich Bürgermeister Katzenmayer zuversichtlich.