„Golfplatz Lech-Zug ist rechtswidrig“
Naturschutzanwältin Katharina Lins bekämpft den Genehmigungsbescheid des Landes. Sie legt gegen die Genehmigung des Golfplatzes Zug in Lech und Dalaas beim Land Berufung ein. Ein Drittel der geplanten 17 Hektar großen Golfplatzes liegt im Gemeindegebiet von Dalaas. Im Juli erteilte das Land Vorarlberg die Genehmigung für die Neun-Loch-Anlage. Lins hat bereits während des Verfahrens massive Bedenken angemeldet. Mehr dazu unter Naturschutzanwältin Golfplatz gegenüber kritisch.
Lins: „Naturschutzfragen sind falsch gewichtet“
Der Standort im Zugertal ist für einen Golfplatz völlig ungeeignet, sagt Lins. Lins begründet ihre Berufung in einer sechseitigen Stellungnahme. Die Behörde hätte im Bescheid touristische Interessen und Naturschutzfragen falsch gewichtet. Die Genehmigung sei deshalb rechtswidrig. Inzwischen liegen an die 20 Gutachten zu den Folgen für Natur, Wasser und Forst vor. Im November 2011 wurde das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingeleitet.
Golfplatz-Initiatoren geben seit 40 Jahren nicht auf
Die Gemeindevertretungen von Lech und Dalaas haben die aktuellen Golfplatzpläne mit jeweils einer Gegenstimme durchgewunken und entsprechende Flächenumwidmungen genehmigt. Die ersten Pläne für einen Golfplatz im Zugertal gab es bereits vor 40 Jahren.
Heute steht der Lecher Hotelier Clemens Walch an der Spitze der Betreiber. Walch selbst bemüht sich seit 20 Jahren um eine Genehmigung. Die aktuellen Vorarbeiten für eine Neun-Loch-Golfanlage sollen laut Walch rund eine halbe Million Euro gekostet haben. Insgesamt sollen rund drei Millionen Euro in das Projekt investiert werden, so Initiator Clemens Walch.
Link:
- Genehmigungsbescheid für Golfplatz Lech (vorarlberg.ORF.at; 5.7.2012)
- Verhandlungsprotokoll (30.11.2011)
Publiziert am 18.08.2012

