Betrüger locken mit Billig-Wohnungen
Etwa fünf Vorarlberger meldeten sich bei der Polizei, nachdem sie festgestellt hatten, dass die ihnen angepriesene Wohnungen anders aussahen oder gar nicht existierten. Geld hatten sie aber keines überwiesen.
Immer die gleiche Vorgehensweise
Die Vorgangsweise der Betrüger ist laut Polizei immer die Gleiche: Organisierte ausländische Betrügerbanden versuchen mit Lockangeboten von günstigen Wohnungen in guten Lagen, an das Geld der Wohnungssuchenden heranzukommen. Zunächst stehlen sie Bilder im Internet von Luxuswohnungen und preisen diese als „Schnäppchen“ an.
Der vermeintliche Wohnungsvermieter gibt vor, für einige Jahre ins Ausland ziehen und daher seine Wohnung so schnell wie möglich vermieten zu müssen. Der Interessent bekommt dann eine Mail des angeblichen Vermieters, in der er sich für sein schlechtes deutsch entschuldigt. Um möglichst seriös zu erscheinen, verlangt er vom Interessenten einige Hintergrundinformationen. Anschließend werden die Übergabemodalitäten vereinbart.
Interessenten sollen Miete und Kaution überweisen
Der Wohnungsinteressent wird aufgefordert, eine Monatsmiete und die Kaution zu überweisen. Nach Zahlungseingang würde ihm dann der Wohnungsschlüssel zugesandt. Um noch vertrauensvoller zu wirken, schlagen einige Betrüger vor, die Vorauszahlung auf einem Treuhandkonto im Internet zu hinterlegen. Es wird auch gleich eine Internetadresse des vermeintlichen Treuhandunternehmens übermittelt. Bei dieser Internetseite handelt es sich jedoch um eine gefälschte Seite und die Betrüger gelangen so an das Geld, ohne dass es freigegeben wird.
Polizei rät: Erst Besichtigungstermin ausmachen
Die Polizei rät dringend davon ab Geld an unbekannte Personen zu überweisen. Wenn man eine Wohnung sucht, sollte man zuerst einen Besichtigungstermin mit dem Vermieter vereinbaren und Zahlungen erst nach Erhalt des Mietvertrags tätigen. Es kann aber ebenso ein lokales Immobilienunternehmen mit der Wohnungssuche beauftragt werden - damit ist man auch bezüglich Mietvertrags und Kaution auf der sicheren Seite. Die Polizei bittet darum, verdächtige Wohnungsangebote bei der Polizei oder gleich dem Betreiber des Immobilienportals zu melden, damit dieser das Angebot von seiner Seite nehmen kann.
Publiziert am 17.08.2012

