Paragleiter-„Absturz“ als Friedens-Aktion

Ein 23-jähriger Paragleiter aus Innsbruck ist am Freitagabend in der Nähe der Festspielbühne in den Bodensee gestürzt. Den Einsatzkräften erklärte der Mann und sein Begleiter, dass sie mit der Aktion zu Liebe, Licht und Friede aufrufen wollten.

Um 21.15 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Paragleiterabsturz über dem Bodensee gerufen. Zu dem Zeitpunkt begann gerade die Freiluft Opernaufführung von „Andre Chenier“. Die Polizisten mussten nicht mehr helfend eingreifen und fanden den 23-jährigen professionellen Paragleiter-Piloten aus Dornbirn und dessen gleichaltrigen Innsbrucker Freund vor, der im Taucheranzug an der erwarteten Landestelle im Wasser auf seinen fliegenden Freund gewartet hatte.

Ursprünglich planten die beiden einige Meter von der Bühne entfernt zusammen abzutauchen und dann mit einem Wasserscooter wieder an Land zu gehen, sagte Profiparagleiter Pascal Purin gegenüber „Vorarlberg heute“. Allerdings hinderten sie technische Probleme daran.

Video: „Vorarlberg heute“-Beitrag von ORF-Redakteur Franz-Michel Hinteregger. Er sprach mit Profi-Paragleiter und Aktivist Pascal Purin.

Die beiden Männer wurden angezeigt

Die beiden hatte auf den Schirm die Worte Liebe, Licht und Friede geklebt. Sie wollten damit die Menschen aufmuntern, da in letzter Zeit zu viele negative Schlagzeilen die Medien beherrscht hätten.

Da die beiden niemanden über die geplante Aktion in Kenntnis gesetzt haben, war ein Absturz befürchtet worden und nach der Paragleiterlandung im Wasser rückten drei Polizeipatrouillen mit sechs Mann sowie die Wasserrettung mit einem Boot aus. Die Sicherheitsleute von der Seebühne waren allerdings näher dran und bargen den nassen „Friedensengel“ und seinen Froschmann. Die beiden Männer wurden angezeigt. Sie hoffen nun, mit ihrer Aktion viele Menschen bewegt zu haben und, dass ihnen Gleichgesinnte einige Euro zur Begleichung etwaiger Rechnungen überweisen.