Rettungsgasse: Aufklärung statt Abschaffung

Gegen die Abschaffung der Rettungsgasse, die in Ostösterreich von Blaulichtorganisationen gefordert wurde, sprechen sich die Einsatzkräfte in Vorarlberg aus. Eine Gesetzesänderung wäre kontraproduktiv, jedoch gebe es noch Aufklärungsbedarf.

Die Rettungsgasse funktioniert oft nicht - diese Erfahrung haben Feuerwehren und Rettungsdienste in Wien und Niederösterreich gemacht. Einige Verantwortliche forderten sogar, dass die gesetzliche Neuregelung wieder abgeschafft werden soll. Die Blaulichtorganisationen in Vorarlberg sehen das anders. Es laufe zwar nicht alles wie am Schnürchen - die Rettungsgasse wieder abzuschaffen, wäre aber kontraproduktiv, so der Tenor.

Selbstkontrolle der Autofahrer

Auf der normalen Autobahn funktioniere die Rettungsgasse überwiegend gut, sagt Hubert Übelher, Kommandant der Autobahnpolizei Dornbirn. Lediglich die Baustelle vor dem Pfändertunnel bereite Probleme. Sobald sich aber ein Einsatzfahrzeug nähere, würden die Autos zur Seite fahren. Auffallend sei, dass sich die Autofahrer offenbar selbst kontrollieren. Schon zweimal hätten Privatleute andere Fahrer angezeigt, die in der Rettungsgasse vorgefahren sind.

Gozzi: Abschaffung unsinnig

Auch für Landesfeuerwehrkommandant Hubert Vetter wäre die Abschaffung unsinnig - die Autofahrer kämen dann wohl komplett durcheinander. Rotkreuz-Direktor Roland Gozzi ist unbedingt für das Beibehalten - auch weil viele deutsche Autofahrer auf der Autobahn sind sind. Offenbar unterscheiden aber noch viele Lenker zwischen normalem Stau und Unfall. Hier gebe es noch Aufklärungsbedarf.

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