Lehrermangel: Besserung erst in drei Jahren
70 Pflichtschullehrer gehen kommendes Schuljahr in Pension. Dafür werden 110 Absolventen der Pädagogischen Hochschule (PH) in Feldkirch ihren Dienst an den Pflichtschulen aufnehmen. Davon kommen rund zwölf Lehrer aus anderen Bundesländern, fünf aus Deutschland.
Der vermeintliche Überschuss ist jedoch keiner, denn die zusätzlichen Lehrer werden als Sonderpädagogen, Legasteniebetreuer und Betreuungslehrer eingesetzt. Detaillierte Zahlen gibt es erst am Schulbeginn, bis dahin sind noch Änderungen möglich, sagt Schullandesrat Siegi Stemer.
30 Pädagogen aus anderen Bundesländern
Ähnlich die Situation an den höheren Schulen: Hier gehen 35 Lehrer in Pension, weitere 30 scheiden aus anderen Gründen aus dem Schuldienst. Dafür kommen gut hundert Absolventen von den Universitäten, zirka 20 davon sind Unterrichtspraktikanten, die nur einige Stunden unterrichten. Aus anderen Bundesländern konnten 30 Pädagogen angeworben werden, aus Deutschland zehn bis zwölf.
Mangel in naturwissenschaftlichem Bereich
Einen Mangel gibt es nach wie vor in den naturwissenschaftlichen und technischen Bereich - also in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Biologie. Wie bisher müssen die vorhandenen Lehrer Überstunden machen. Dass Unterrichtsstunden entfallen komme in keinem Fall vor, bekräftigt Stemer.
Die Situation sei insgesamt knapp, doch es dürfte sich ausgehen.
„Deutliche Entkrampfung“ zu erwarten
Für die kommenden Jahre sähe es dann wieder etwas besser aus, denn die Zahl der Studierenden an den Pädagogischen Hochschulen ist gestiegen, erklärt Stemer. Im Schnitt gerechnet könne man davon ausgehen, dass pro Jahr jedenfalls 20 bis 30 Lehrpersonen mehr im Volksschul- und im Mittelschulbereich zur Verfügung stehen. Damit sei dann eine „deutliche Entkrampfung“ zu erwarten.
Publiziert am 08.08.2012

