Intersky mit großen Plänen
Man habe sich für neue ATR 72-600 Maschinen aus dem Haus EADS entschieden, sagt der geschäftsführende Gesellschafter von Intersky und INTRO-Aviation, Peter Oncken. Eine Maschine kostet gut 19 Millionen Euro. Die erste der Maschinen soll ab Dezember 2012 verfügbar sein, die zweite wird im März 2013 pünktlich zum Sommerflugplan in Dienst gestellt. Gegenüber den bisherigen Dash 8/300, die rund 50 Passagiere aufnehmen, verfügt der neue Typ über bis zu 70 Sitzplätze. Man verdopple daher das Platzangebot der InterSky nahezu.
Turbulenzen offenbar hinter sich gelassen
InterSky hatte nach Turbulenzen mit einem Verlust 2010, einem Flugzeugverkauf und einem Eigentümerwechsel 2011/12 erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben, im ersten Halbjahr 2012 ein positives Ergebnis erreicht zu haben. Dabei hatte InterSky auch einen geplanten Flugzeugzukauf und einen weiteren Streckenausbau angekündigt.
Die Entscheidung bei der Flugzeugwahl habe man sich nicht leicht gemacht, zumal der Kauf neuer Maschinen „wirtschaftlich nicht einfach zu stemmen war“. Für die ATR72-600 spreche ihre Zuverlässigkeit, ihre Wirtschaftlichkeit durch geringen Treibstoffverbrauch und der leise Antrieb. Eine ATR72-600 koste rund 23,5 Mio. US-Dollar (19 Mio. Euro), dazu kämen noch die benötigten Ersatzteile. Die Umschulung von Piloten und Technikern beginne bereits in den nächsten Tagen.
Die Entscheidung, auf welchen Strecken die neuen Maschinen zum Einsatz kommen sollen, sei noch nicht gefallen. Interessant wäre aber ein optimaler Zubringerdienst nach München, hier liefen derzeit Gespräche mit großen Fluggesellschaften hinsichtlich der Abstimmung auf deren Langstreckenangebot, hieß es. Gesellschafter Hans Rudolf Wöhrl bezeichnete die ATR72-600 als „Nonplusultra“ des Regionalverkehrs. Mit ihr werde es InterSky gelingen, das löchrig gewordene Netz des Linienverkehrs in der Fläche wieder zu flicken.
Mitarbeiterzahl soll verdoppelt werden
Laut Geschäftsführerin Renate Moser benötigt jede ATR72-600 alleine beim fliegenden Personal rund 30 Mitarbeiter, Teilzeitkräfte inkludiert. Dazu kämen noch Techniker sowie Bodenpersonal. Daher werde man bei InterSky ab dem Winterflugplan 2012/13 den Beschäftigtenstand schrittweise von derzeit rund 100 Mitarbeiter auf 200 verdoppeln. Gesucht wird neben Piloten und Technikern auch Kabinenpersonal. Ein Auswahlverfahren für Flugbegleiter findet am 20. und 21. August in Lochau statt.
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Positive Halbjahresbilanz für Intersky
Publiziert am 07.08.2012

