300 Aleviten riefen zu mehr Toleranz auf

In Bregenz haben am Sonntag alevitische Vereine aus dem Bodenseeraum gegen die Situation ihrer Landsleute in der Türkei demonstriert. 300 Aleviten, darunter viele junge Frauen, haben an der Kundgebung teilgenommen. Diese verlief friedlich.

Die Aleviten-Demonstration sollte laut Nurcan Bakmaz vom alevitischen Kulturzentrum Vorarlberg vor allem ein Aufruf zu Toleranz und Religionsfreiheit - auch in der Türkei - sein. Diese sei zur Zeit nicht gegeben, erläutert Bakmaz.

Derzeit befindet sich die muslimische Gesellschaft im Fastenmonat Ramadan. Aleviten fasten nicht und werden deshalb in der Türkei angegriffen - es gibt laut Bakmaz sogar Haftbefehle gegen Aleviten, weil sie nicht fasten. Das Klima in der Türkei sei sehr schlecht - Aleviten würden überhaupt verleugnet und als Religionsgemeinschaft nicht angenommen.

Bakmaz: Keine Konflikte in Vorarlberg

In Vorarlberg gebe es zwar kein richtiges Zusammenleben mit der muslimischen Gemeinschaft, Konflikte lägen allerdings auch keine vor.

Insgesamt nahmen am Sonntag rund 300 Personen an der Kundgebung, die friedlich verlaufen ist, teil.