OJA Bregenzerwald: Neuorganisation notwendig

Die Offene Jugendarbeit (OJA) im Bregenzerwald wird neu organisiert: Da die Zahl der Ehrenamtlichen rückläufig ist, werden drei Teilzeitkräfte angestellt. Zudem werden die Öffnungszeiten für die elf Jugendräume im Bregenzerwald adaptiert.

Das bröckelnde Ehrenamt erfordere neue Strategien in der Offenen Jugendarbeit Bregenzerwald, sagt deren Obmann Urs Schwarz. Der Trend sich zu engagieren funktioniere nicht mehr über Jahre hinweg. Vor zehn Jahren habe es etwa noch Projekte gegeben, bei denen 120 Jugendliche über sechs bis acht Monate mitgearbeitet hätten. Die Begeisterung der Jugendlichen so lange aufrecht zu erhalten, sei heute kaum mehr möglich, weiß Schwarz.

Drei Teilzeitkräfte im Einsatz

Außerdem seien die Jugendlichen, die die Jugendräume heute besuchen, jünger als noch vor einigen Jahren. Weniger Ehrenamtliche und mehr jüngere Besucher - beides führt dazu, dass man in der OJA nicht so weiter machen kann wie bisher. So werden künftig drei Teilzeitkräfte die Jugendräume im Bregenzerwald regelmäßig besuchen und die Arbeit der Ehrenamtlichen unterstützen.

Neue Öffnungszeiten

Außerdem werden die Öffnungszeiten der elf Jugendräume an die Gegebenheiten vor Ort angepasst, so Urs Schwarz. Man wolle verhindern, dass Jugendräume als eine Art Diskothek oder Gasthaus fungieren. Aus diesem Grund habe man sich für Öffnungszeiten entschlossen, die nicht mit den typischen Ausgehzeiten (wie etwa Samstagabend) konkurrieren.

Im Bregenzerwald leben rund 2.000 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren. Die Gemeinden stellen für die Jugendarbeit 60.000 Euro zur Verfügung.