Mangel an Ehrenamtlichen beim Roten Kreuz

Das Rote Kreuz hat Schwierigkeiten, in den Talschaften die Präsenz aufrecht zu erhalten. Um eine 24-Stunden-Versorgung zu gewährleisten, suche man im Walsertal und Montafon dringend nach Ehrenamtlichen, so Rotkreuz-Direktor Roland Gozzi.

In weniger dicht besiedelten Regionen herrsche ein massiver Mangel an ehrenamtlichen Mitarbeitern, führt Rotkreuz-Direktor Roland Gozzi aus: Die berufstätigen Bewohner der Talschaften seien meist Pendler, denen es schlichtweg an Freizeit fehle, die sie für andere opfern könnten.

Sonntag: Bürgermeister absolviert Sanitätsausbildung

Während das Rote Kreuz im Rheintal und im Bregenzerwald personell recht gut aufgestellt sei, müsse man beispielsweise in der Außenstelle Sonntag in letzter Konsequenz die 24-Sunden-Uhr-Versorgung einstellen, wenn sich nicht genug Freiwillige fänden. Franz Ferdinand Türtscher, Bürgermeister in Sonntag, absolviert deshalb nun eine Sanitätsausbildung, um danach Rettungsdienst zu leisten. Dabei schwingt die Hoffnung mit, dass andere Großwalsertaler seinem Beispiel folgen.

Dienst bringt Übernachtung am Stützpunkt mit sich

Im Gegensatz zu anderen Rettungsorganisationen müsse das Rote Kreuz dauerhaft präsent sein, erklärt Gozzi. Damit man im Ernstfall schnell am Einsatzort sei, bringe ein Dienst auch eine Nacht am Stützpunkt mit sich. Am Morgen danach werde man dann wieder von der Berufsmannschaft abgelöst. Das sei ein spezieller Unterschied etwa zur Berg- oder Wasserrettung und der Feuerwehr, so Gozzi.

Insgesamt 550.000 ehrenamtliche Stunden pro Jahr

Dringend gesucht werden Freiwillige beim Roten Krez derzei vor allem im Walsertal und im Montafon. Bei jährlich 550.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit empfange man Interessierte aber auch in strukturstärkeren Regionen mit offenen Armen, so Gozzi.

Links: