Polizei warnt vor organisiertem Betteln

Die Polizei warnt vor Banden aus Osteuropa, die sich derzeit in Vorarlberg aufhalten. Sie fallen durch organisiertes und zum Teil aggressives Betteln auf und sind meist in Städten in Kirchennähe zu finden.

Im Video zu sehen: Mario Breuss (Sicherheitsdirektion); Beitrag von Stefan Krobath, Reinhard Mohr, Nina Konzett

Laut Angaben der Polizei halten sich derzeit in Vorarlberger organisierte Bettelbanden aus Osteuropa auf. Beim Feldkircher Dom werden Kirchenbesucher sogar per Hinweisschild im Eingangsbereich vor organisiertem Betteln gewarnt.

Ablenkungsmanöver

Die Banden würden versuchen, mit teils ausgefallen Tricks den Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen, heißt es von Seiten der Polizei. Mario Breuss von der Sicherheitsdirektion warnt besonders vor gezielten Ablenkungsmanövern: Hin und wieder sei festzustellen, dass eine Person um eine Gabe ersuche, während die andere versuche, eine Geldtasche zu stehlen. Auf jeden Fall abzuraten sei davon, Bettler in die eigene Wohnung zu lassen. Laut Breuss sind dabei regelmäßig schon Diebstähle vonstatten gegangen.

Bettelverbot seit 1948: Regelung wird in Wien geprüft

In Vorarlberg existiert seit 1948 ein generelles Bettelverbot. Geld darf demnach nur mit behördlicher Bewilligung gesammelt werden. Nachdem der Verfassungsgerichtshof vor kurzem ein ähnliches Landesgesetz in Salzburg aufgehoben hat, wird die Vorarlberger Regelung derzeit in Wien überprüft.