Arbeitslosigkeit im Juli gestiegen

Die Arbeitslosigkeit legt im Sommer auch in Vorarlberg kräftig zu. Im Juli 2012 waren 8.182 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Das bedeutet ein Plus von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Männer waren mit einem Plus von 11,4 Prozent stärker betroffen als Frauen (4,5 Prozent). Bundesweit hat die Arbeitslosigkeit noch deutlicher zugenommen. Die Arbeitslosenquote liegt in Vorarlberg mit 5,1 Prozent immer noch rund einen Prozentpunkt unter dem Bundesdurchschnitt von 6,0 Prozent.

Die stärkere Arbeitslosigkeit zieht sich auch durch alle Altersgruppen. Besonders trifft es die 20 bis 25- Jährigen, hier gab es ein Plus von 88 Prozent und dann wieder die über 50-Jährigen. Halbwegs stabil ist die Arbeitssituation während des Haupterwerbsalters von 25 bis 50 Jahren.

Mehr Jobsuchende in allen Berufsbereichen

In fast allen Berufsbereichen hat sich die Zahl der Jobsuchenden gegenüber dem Vorjahr erhöht. Wie schon in den Monaten zuvor sind gering qualifizierte Personen am stärksten von den ungünstigen Entwicklungen betroffen.

AMS-Geschäftsführer Anton Strini sagte, jetzt spüre man, dass das Wirtschaftswachstum unter den Erwartungen bleibt. Für eine bessere Arbeitsmarktsituation wäre ein Wachstum von zwei bis zweieinhalb Prozent notwendig. Da dies aber nicht gegeben sei, können auch Branchen, in denen es bis vor kurzem noch genug Arbeitsplätze gab, nun deutlich weniger Stellen anbieten. Dazu gehört der Industriebereich mit den Sparten Metall/Elektro, aber auch die Branche Holz/Bau.

Mehr Stellen im Angebot

Das Stellenangebot in Vorarlberg hat allerdings gegenüber dem Juli 2011 insgesamt um 4,9 Prozent zugenommen. Aktuell stehen in Vorarlberg 2.008 Jobangebote zur Verfügung.

Durchschnittlich muss man rund drei Monate warten, bis man eine neue Stelle findet und nicht mehr als arbeitslos vorgemerkt ist - das sind um zwei Tage weniger als im Juli des Vorjahres.

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