Drei Bergsteiger tödlich verunglückt
In Au im Bregenzerwald stürzte ein 53-jähriger Mann aus Bregenz am späten Dienstagabend am Rückweg vom Zitterklapfen ab. Der gebürtige Italiener zog sich schwere Kopfverletzungen zu und verstarb nach Angaben der Polizei noch an der Unfallstelle. Er war alleine unterwegs und wurde erst am Mittwoch von einem Wanderer gefunden.
Stuttgarter stürzte in einer Kletterroute ab
Erst nach drei Tagen gefunden wurde ein Tourist aus Stuttgart, der am vergangenen Freitag zu einer Bergtour im Kleinwalsertal aufgebrochen war. Die Leiche des 72-Jährigen wurde nach einer gemeinsamen Suche der deutschen und österreichischen Polizei in der Nähe der Fiderepass-Hütte gefunden. Ersten Ermittlungen zufolge ist der Mann in einer Kletterroute in der Südwestwand des „Schüsser“ abgestürzt. Der genaue Unfallhergang ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Der Verunglückte wurde mit dem Polizeihubschrauber „Libelle“ geborgen und nach Mittelberg transportiert.
Niederländer stürzte 100 Meter ab
Beim Abstieg vom Riedkopf in Gargellen ist am Dienstagmittag ein 56-jähriger Niederländer ausgerutscht und tödlich verunglückt. Der Mann war gemeinsam mit einer 13-köpfigen Wandergruppe zum Sattel unterhalb des Riedkopfs aufgestiegen. Mit der Wanderführerin und einer weiteren Teilnehmerin ging der Mann weiter bis zum Gipfel.
Beim Abstieg musste er eine Felsplatte queren. Er rutschte aus und fiel rückwärts etwa hundert Meter durch steiles und felsiges Gelände.
Die beiden Frauen stiegen zu dem Verunglücken und trafen dort nahezu gleichzeitig mit dem verständigten Rettungshubschrauber ein. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen.

Polizei
Absturzstelle am Riedkopf Gargellen
Bergrettung: „Keine Häufung“
Im Juli und August hat Bergsteigen Hochsaison, sagt Matthias Marxgut von der Bergrettung, von einer besonderen Häufung könne man nicht sprechen. Mehr Menschen in den Bergen bedeute auch gleichzeitig mehr Unfälle.
Nicht immer seien Alpin-Unfälle auf Fehlverhalten der Wanderer zurückzuführen. Schwierige Wetterbedingungen oder Steinschlag seien in den Bergen eine Gefahr, gegen die man nichts tun könne, sagt Marxgut. Umso wichtiger sei es, entsprechende Sicherheits-vorkehrungen zu treffen: Richtige Ausrüstung, genaue Planung und gute körperliche Verfassung können das Risiko von Alpinunfällen minimieren.
Publiziert am 01.08.2012

