Handy-Betrug: Frauen müssen hinter Gitter

Eine 50-Jährige und ihre Tochter sind am Montag im Landesgericht Feldkirch rechtskräftig zu Haftstrafen wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges verurteilt worden. Sie haben über 30 Handyverträge nicht bezahlt. Schaden: Über 50.000 Euro.

Handyverträge abschließen, dafür nie etwas zahlen und die kostenlos erhaltenen Handys verkaufen: Das war die Masche der Oberländerin und ihrer Tochter. Die Frauen haben mit dem Abschluss von 34 Verträgen einen Schaden von mehr als 50.000 Euro verursacht.

Dokumente am Computer gefälscht

Die 22-jährige Tochter wurde dafür am Montag rechtskräftig zu zwei Jahren, ihre Mutter zu einem Jahr Haft wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges verurteilt. Bei der Tochter kommt noch Urkundenfälschung dazu: Sie hatte am Computer Dokumente gefälscht, mit denen sie unter falschem Namen immer wieder an Handyverträge kam. Bei einer Schweizer Bank erschlich sie sich mit gefälschten Lohnzetteln einen 13.000-Franken-Kredit.

Die Mutter wurde zusätzlich wegen Hehlerei schuldig gesprochen, sie hatte mitgeholfen, zumindest einen Teil der Handys zu verkaufen. Außerdem ist sie der Erschleichung von Leistungen schuldig: 400 Mal war sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, obwohl sie die übers Internet vorbestellten Fahrscheine nicht bezahlen konnte.

Tochter saß bereits wegen Betruges im Gefängnis

Die Tochter saß wegen dieser Art von Betrug schon einmal kurz im Gefängnis. Kaum wieder aus dem Gefängnis entlassen, führte sie die Betrugstaten fort. Deshalb wurde sie zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, so Richter Othmar Kraft. Auch die ebenfalls vorbestrafte Mutter wollte der Schöffensenat nicht ohne unbedingte Freiheitsstrafe davon kommen lassen.