SPÖ: Gemeinsame Schule als Koalitionsbedingung

Die SPÖ Vorarlberg will in Sachen Bildungspolitik eine schärfere Gangart einlegen. Für die Vorarlberger Genossen soll die Einführung der Gemeinsamen Schule der Zehn bis 14-Jährigen nach der Nationalratswahl 2013 zur Koalitionsbedingung werden.

Die Vorarlberger Sozialdemokraten wollen sich innerparteilich mit dem Thema Bildung profilieren. Für den Bundesparteitag der SPÖ Mitte Oktober haben die Vorarlberger Sozialdemokraten einen Antrag zur Bildungspolitik formuliert, den sie Montagvormittag in Vorarlberg vorgestellt haben.

Gemeinsame Schule steht im Vordergrund

Obwohl bereits zahlreiche Bildungsreformen erfolgreich umgesetzt wurden, gebe es dennoch viele Punkte, die das Schulsystem noch verbessern könnten und zu mehr Gerechtigkeit führen könnten, so Sprickler-Falschlunger.

Neben der zentralen Forderung, dass Kindergartenpädagoginnen dieselbe gemeinsame universitäre Ausbildung erhalten wie alle anderen Lehrer, rückt die SPÖ vor allem die Gemeinsame Schule in den Mittelpunkt ihrer Forderungen. Für Sprickler-Falschlunger ist die Gemeinsame Schule ein so wichtiger Punkt, dass ohne diese die Bundespartei gar keine Koalitionsvereinbarung eingehen dürfe. Sollte der Bundesparteitag zustimmen, wird im nächsten Regierungsübereinkommen, der Weg für eine gemeinsame Schule freigemacht. „Die SPÖ werde in keine Regierung mit einem Partner gehen können, der die gemeinsame Schule ablehnt“, sagt Sprickler-Falschlunger.

Strukturelle Schwächen

Die Diskussion der vergangenen Monate zeige die strukturellen Schwächen der österreichischen Bildungspolitik klar auf: Dazu gehören Überverwaltung, Doppelgleisigkeiten und der Kompetenzen-Wirrwarr zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Diese Probleme gehören gelöst, so Sprickler-Falschlunger.