Invaliditätspensionen gehen zurück

In Vorarlberg ist die Zahl der Invalititätspensionen im Jahr 2011 um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Am Montag wird die Regierung bei ihrem traditionellen Sommerministerrat die Neuregelung der Invaliditätspension vorlegen.

Ende 2011 haben in Vorarlberg 8.265 Personen eine Invaliditätspension bezogen. Nach Angaben des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger bedeutet das ein leichtes Minus von 0,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Heuer werden, wie das erste Halbjahr österreichweit gezeigt hat, sogar noch weniger entsprechende Anträge gestellt. Das Sozialministerium interpretiert das mit einer treffsichereren Zuerkennung.

Ziel: Betroffene zurück ins Erwerbsleben bringen

Jetzt soll das System überhaupt geändert werden: Für unter 50-Jährige soll es statt der befristeten Invaliditätspension ein auf zwei Jahre ausgelegtes „Rehabilitationsgeld“ geben. In dieser Zeit soll versucht werden, die Betroffenen zurück ins Erwerbsleben zu bringen. Wer seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann, muss sich umschulen lassen und bekommt dafür ein Umschulungsgeld. Dass die Regelung bislang der einzige ausstehende Punkt des Sparpakets war, begründete das Sozialministerium mit der komplizierten legistischen Umsetzung.