Wolford: Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Der Strumpf- und Wäschehersteller Wolford bilanziert nach dem Geschäftsjahr 2011/12 mit einem leicht höheren Umsatz, aber weniger Gewinn. Das Jahresergebnis verringerte sich nach einer Steuerprüfung von 5,1 auf 1,4 Mio. Euro.

Der Umsatz des börsenorientierten Strumpf- und Wäscheherstellers mit Sitz in Bregenz stieg um 1,3 Prozent auf 154,1 Millionen Euro. Der Dividendenvorschlag lautet auf unverändert 40 Cent je Aktie.

In den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres verzeichnet Wolford nach eigenen Angaben ein deutliches Umsatz-Plus gegenüber dem Vorjahr.

Optimismus für das Jahr 2012/2013

In den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres verzeichnet Wolford nach eigenen Angaben ein deutliches Umsatz-Plus gegenüber dem Vorjahr. Das Management der Wolford Gruppe sei „optimistisch, mit den gesetzten Maßnahmen zur Erhöhung der Marktpenetration in bestehenden Märkten, der Erschließung neuer Märkte sowie mit der Weiterführung der eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2012/13 weiteres Wachstum erzielen zu können.“

50 bis 60 Läden in China geplant

Geplant ist, in den kommenden drei bis vier Jahren 50 bis 60 Läden in China zu eröffnen. Dabei wird es sich um Eigen- und Partnerboutiquen sowie Shop-in-Shops handeln, so Wolford-Chef Holger.

Der Vorstandsvorsitzende der Wolford AG, Holger Damen (l.) sowie der stv. Vorstandsvorsitzende Peter Simma im Rahmen einer Bilanz Pressekonferenz

APA/ROLAND SCHLAGER

Der Vorstandsvorsitzende der Wolford AG, Holger Dahmen (l.) sowie der stv. Vorstandsvorsitzende Peter Simma im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Freitag.

Der Konzern will künftig die chinesische Damenwelt mehr auf den Geschmack von Wolford-Strümpfen, Bodys und Unterwäsche bringen. Derzeit verfügt das Unternehmen über sechs Distributionsstellen im Reich der Mitte. Dahmen begründet die Entscheidung für die China-Expansion mit der Bevölkerungszahl, dem wachsenden Wohlstand und dem großem Interesse an europäischen Marken. In China soll aber keine eigene Produktion eröffnet werden, betonte der Wolford-Chef erneut. Derzeit produziert das Unternehmen in Bregenz und betreibt eine kleine Näherei in Slowenien.

Auch in Nahost sollen Wolford-Produkte in Zukunft vermehrt vertrieben werden. In Kürze werde unter anderem eine Boutique in Dubai eröffnet, kündigte der Wolford-Chef an. Indien habe man „am Radar“, aber für die nächsten zwei bis drei Jahren gebe es keine konkreten Pläne. Es sei eine extrem heiße Region mit wenig Klimaanlagen, daher schwierige Verkaufsbedingungen für Wolford-Produkte.