Freibäder belasten Gemeindekassen
30.000 Euro muss etwa die Gemeinde Mellau jährlich für das Defizit des Bades bezahlen. In Zeiten, in denen das Geld knapper wird, sei das durchaus ein Luxus, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Wicke. Der Bademeister, die Technik, das Heizen des Wassers - das alles koste. Und da es auch in Egg, Schwarzenberg, Bezau, Au und Schoppernau Bäder gebe, sei das potenzielle Publikum nicht sehr groß.
„Fetter Abgang“
Hohenems kommt gemeinsam mit Altach für das Defizit der Rheinauen auf, sagt Sport-Stadtrat Friedl Dold. Die Zahlungen der beiden Gemeinden seien gedeckelt, man zahle höchstens 220.000 Euro. Einen Abgang gebe es jedes Jahr - da können auch 130.000 Besucher nichts daran ändern. Dold hofft, dass es in den nächsten Jahren nicht nötig sein wird, die 30 Jahre alten Becken zu sanieren - denn das würde teuer.
Noch älter sind die Becken in Bludenz - das Nichtschwimmerbecken hat 54 Jahre auf dem Buckel. Laut Klaus Allgäuer von der Val-Blu-GesmbH müsste man doppelt so viel Eintritt verlangen, um kostendeckend zu arbeiten. Freibäder verursachten einen Abgang, und zwar, wie Allgäuer sagt, einen fetten.
Publiziert am 22.07.2012

