Nicht bewilligte Party: Tumult in St. Gallen

Eine nicht bewilligte Party auf dem Marktplatz hat Samstagabend in St. Gallen (CH) zu Ausschreitungen geführt. Die Polizei setzte Gummischrot und Pfefferspray gegen einige der 500 Teilnehmer ein, die laut Polizeibericht zuvor mit Flaschen und Steinen geworfen hatten.

Zeitweise bis zu 500 großteils minderjährige Personen befanden sich nach Angaben der St. Galler Polizei auf Marktplatz und Bohl. Der Straßenverkehr sei durch die Menschenmenge behindert worden, und knapp 20 Personen seien auf das Dach eines Haltestellenhäuschens geklettert. Da sie sich gefährlich nah an die Fahrleitungen hangelten, habe man aus diesen den Strom abschalten müssen.

Außerdem seien Feuerwerkskörper gezündet worden. Offenbar, sagt der Mediensprecher der Stadt St. Gallen, Roman Kohler, seien die Jugendlichen von einem aktuellen Kinofilm, „Project X“, inspiriert worden, in dem Jugendliche eine ausgelassene Party feiern, die in Chaos und Zerstörung endet.

Mehrere Verletzte

Nachdem bei mehreren Schlägereien Personen verletzt worden waren und Sachbeschädigungen stattgefunden hatten, forderte die Polizei die Anwesenden auf, den Marktplatz und den Bohl zu verlassen.

Als die Polizei anschließend mit Flaschen, Steinen und anderen Gegenständen beworfen wurde, setzte sie Gummischrot und Pfeffer ein, heißt es im Polizeibericht. Es gabe mehrere Verletzte, aber keine nennenswerten Sachschäden. Es wurden mehrere Personen angehalten und bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Laut Kohler handelt es sich um die erste Auseinandersetzung dieser Größenordnung, einer bestimmten Szene könnten die Jugendlichen nicht zugeordnet werden.