Rheinbrücke: Brückenbögen betoniert
Seit Ende 2010 wird an der neuen Rheinbrücke gearbeitet. Ziel ist es einerseits, den Hochwasserschutz durch die Anhebung der Brücke zu verbessern. Ein durchgängiges Gleisschotterbett soll zudem den Bahnlärm reduzieren. Außerdem sollen laut ÖBB durch den Brückenbau schnellere Zugfahrten zwischen Vorarlberg und der Schweiz möglich werden.
Nachdem im März der Brückenschlag durch den Einschub der aus Stahl bestehenden Hauptträger über den Rhein erfolgte, wurden nun die Schalungs- und Rüstungsarbeiten für die Herstellung des Brückenbogens abgeschlossen. Bereits die Schalung für die parabelförmigen Bögen stellte eine Herausforderung dar, weil diese „höchste Ansprüche an die Ingenieurskunst“ stellte, wie ÖBB-Projektleiter Karl Hartleitner ausführte.

ÖBB
Die Schalungen der Brückenbögen wurden mit 275 Kubikmeter Beton gefüllt
Über 30 Mischwagen erforderlich
Vor allem das Betonieren des Bogens stellte eine besondere Herausforderung dar: Parallel von allen vier Seiten mussten die Bogenstützen gleichmäßig mit Beton gefüllt werden. Auf keiner der Seiten durfte der Betonfüllvorgang unterbrochen werden. Es galt, die rund 275 Quadratmeter Beton – das sind über 30 Betonmischwagen – in etwa zwölf Stunden ohne Störungen zum Einsatzort zu bringen und zu verarbeiten.
Inbetriebnahme im Frühjahr 2013 geplant
Rund 60 Tage benötigt der Beton nun, um auszuhärten, bevor weiter gearbeitet werden kann. Nach dieser Aushärtungsphase des Betonbogens der Rheinbrücke wird im Oktober die Hilfskonstruktion für das Betonieren der Fahrbahnplatte montiert und die bereits einbetonierten Hänger zwischen Betonbogen und Trägern werden endgültig verschweißt.
Ab November wird die Brücke mit der Fahrleitung, erschütterungsdämpfenden Unterschottermatten, dem Gleisschotterbett und den Lärmschutzelementen ausgerüstet. Im Frühjahr 2013 ist die Inbetriebnahme geplant. Die Geasmtkosten für den Rohbau der Brücke liegen bei rund 11 Millionen Euro.
Publiziert am 12.07.2012

