Marktfahrer niedergeschlagen: Haftstrafe

Wegen schwerer Körperverletzung und gefährlicher Drohung ist am Landesgericht Feldkirch ein 30-jähriger Bregenzer zu sieben Monaten bedingter Haft verurteilt worden.

Der arbeitslose und drogenabhängige Mann hatte im Herbst des Vorjahres beim „Italienischen Markt“ am Leutbühel in Bregenz einen Marktfahrer mit dem Fuß gegen den Kopf getreten. Das Opfer - ein gebürtiger Italiener - brach sich die Nase und leidet bis heute an den Folgen des Gewaltaktes.

Flasche übergezogen und ins Gesicht getreten

Der 52-jährige Italiener sagte vor Gericht, er könne sich an den brutalen Überfall vor etwa zehn Monaten überhaupt nicht mehr erinnern. Zeugen haben ausgesagt, dass der Angeklagte mit seiner Frau sturzbetrunken auf dem italienischen Markt war. Die Frau des Angeklagten, die nicht vor Gericht erschienen war, schlug dem Italiener eine Flasche Jägermeister auf den Kopf.

Das Opfer brach zusammen und wurde von Passanten auf eine Bank gelegt. Als das Opfer wieder aufstehen wollte, ging der Angeklagte auf ihn zu und versetzte ihm mit voller Wucht einen Tritt ins Gesicht.

Bedingte Haft- und Geldstrafe

„Ich habe geglaubt, er bringt ihn um“, sagte ein Zeuge wörtlich. „Ich hätte größte Lust, die zwei Jahre ins Gefängnis zu stecken“, meinte Richter Peter Mück. Dann müsste der Angeklagte aber seine Drogen- und Alkoholentzugstherapie abbrechen. „Sie würden der Allgemeinheit also nur weiter zur Last fallen“, sagte der Richter. Der 30-Jährige wurde zu einer Haftstrafe von sieben Monaten bedingt verurteilt und zu einer Geldstrafe von 1.400 Euro. Außerdem muss er 1.000 Euro Teilschmerzengeld bezahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.