„Orca“ bricht Weltrekordversuch erneut ab

Extremschwimmer Bruno Dobelmann - genannt „Orca“ - hat seinen zweiten Weltrekordversuch, den Bodensee ohne Neoprenanzug längs zu durchschwimmen, erneut abgebrochen. Er gab seinen Rücktritt vom Langstreckenschwimmen bekannt.

Dobelmann Orca

dpa/Patrick Seeger

Der Stuttgarter Bruno Dobelmann bei seinem Weltrekordversuch.

Wie Dobelmanns Management mitteilt, wurde die Längsquerung nach rund einem Drittel der Distanz wegen mentalen Problemen abgebrochen. Nach Angaben der Ortsgruppe der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) Augustdorf, die Dobelmann Begleitschutz bot, herrschten auch widrige Wetterbedingungen. Zudem habe es einen technischen Ausfall an Bord des Begleitbootes gegeben.

„Abbruch! Feierabend“

Der zweite fehlgeschlagene Weltrekordversuch, der nach rund dreizehn Stunden beendet wurde, war Anlass für den 53-Jährigen, seinen Rücktritt vom Langstreckenschwimmen bekannt zu geben.

„Abbruch! Feierabend!“ schrieb der 110-Kilo-Mann auf seiner Facebook-Seite. Zuvor hatte er wegen hohen Wellengangs um jeden Meter kämpfen müssen. „Der Bodensee hat etwas gegen den Orca“, sagte sein Manager Oliver Harder im Begleitboot.

Dobelmann Orca

dpa/Patrick Seeger

Bruno Dobelmann hatte am Dienstag den zweiten Versuch gestartet, den Bodensee längs ohne Neoprenanzug zu durchschwimmen.

Zielankunft in Bregenz war am Mittwoch geplant

„Orca“ war am Dienstag um 8.37 Uhr im deutschen Ort Bodman aufgebrochen, um als erster Sportler überhaupt ohne Neoprenanzug den Bodensee auf einer Strecke von 64 Kilometern längs zu durchqueren, wie dessen Betreuer bestätigte. Seine Zielankunft in Bregenz war für Mittwochnachmittag geplant. Bis dahin wollte er gut 28 Stunden nonstop durchschwimmen - mehr dazu in Extremsportler startet 2. Weltrekordversuch.