Fachhochschule: Kritik durch SPÖ und Grüne

In der Rechenschaftsdebatte des Landtags ist am Mittwoch das Thema Bildung diskutiert worden. Dabei entfachte sich die Debatte rund um das Thema Schulreform. Zudem bemängelten SPÖ und Grüne die Ausbildungsqualität an der Fachhochschule.

Während die Landesregierung stets von einem internationalen Vorzeigeprojekt spreche, gebe es Untersuchungen, die das Gegenteil belegen, so SPÖ und Grüne. So liege die Fachhochschule Vorarlberg in einer österreiweiten Untersuchung von 18 Fachhochschulen nur an 14.Stelle. Außerdem, so die Kritik der Sozialdemokraten, schneide der Lehrgang Sozialarbeit in einer anderen Studie sehr schlecht ab, positiv würden lediglich die Ausstattung und die EDV beurteilt. Grünen-Obmann Johannes Rauch sieht darin ein grundlegendes Problem.

Kaufmann: Studie ist drei Jahre alt

Rauch stellte gar in den Raum, dass es ein Fehler gewesen sein könnte, die Akademie für Sozialarbeit aufzulösen und an der Fachhochschule zu integrieren.

Die Absolventen würden auf Führungsaufgaben vorbereitet, aber nicht auf die Knochenarbeit im Sozialbereich. Landesrätin Andrea Kaufmann (ÖVP) sagte, die Zahlen seien schon drei Jahre alt. Heute würde sich ein besseres Bild ergeben. Natürlich seien aber ständig Verbesserungen nötig.

Diskussion um Schulreform

Ebenso debattiert wurde am Mittwoch die Schulreform. Dabei wurde neuerlich die unterschiedlichen Vorstellungen von ÖVP und Opposition in Bildungsfragen offensichtlich. Die Freiheitlichen verlangten den Mut zu Reformen und drängten ebenso wie die Grünen auf die gemeinsame Mittelschule.

Gabi Sprickler-Falschlunger von der SPÖ und ÖVP-Schullandesrat Siegi Stemer formulierten ihre Vorstellungen von Neuerungen im Schulbereich sehr unterschiedlich: Stemer sprach davon, dass es wünschenswert wäre, wenn alle Kinder „positiv eingestellt“, ausgeschlafen und gut orbereitet „mit einer gewissen Übungssequenz“, mit einem Frühstück im Magen in die Schule kämen.

Sprickler-Falschlunger hingegen würde sich vielmehr freuen, wenn jedes Kind ohne noch zu erledigende Hausaufgaben aus der Schule gehe. Sie wünsche sich Schulreformen, wo Lernen in der Schule stattfinde und Kinder, die von der Schule nach Hause gehen und nicht den nächsten Weg zum Nachhilfelehrer nehmen würden.

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