Götzis: Neubau für Florianis im Moos fixiert

Die Götzner Gemeindevertretung hat sich am Montag für den Bau des Feuerwehrhauses im Gebiet Moos ausgesprochen. Der Jugendbereich am dortigen Sportplatz soll laut Bürgermeister erhalten bleiben. Eine Volksbefragungsantrag wurde abgelehnt.

Bei der Gemeindevertretungssitzung in Götzis wurde am Montagabend von Wolfgang Berchtold eine Petition mit 49 Namen eingebracht, in der auf die Bedeutung des Sportplatzes Moos, insbesondere für die Jugend, verwiesen wird - mehr dazu in Götzis: Petition für Erhalt von Jugendsportplatz.

Stein des Anstoßes: Der Neubau des Feuerwehrhauses Götzis soll am Standort Moos erfolgen. Zuvor war schon ein Beschluss für den Standort Garnmarkt gefasst worden. Der Wechsel entstand nach Informationen der Gemeinde aufgrund neuer Möglichkeiten, die sich im Garnmarkt mit dem Baugrundstück ergäben. Das ursprünglich für den Feuerwehrhausbau a vorgesehene Grundstück bleibe für eine wirtschaftliche Nutzung erhalten, was zusätzliche Steuereinnahmen bringe.

SPÖ- und Grünen-Antrag abgelehnt

Die SPÖ und die Grüne Liste Götzis brachten einen Antrag auf eine Volksbefragung mit dem Wortlaut „Soll der Sportplatz im Moos erhalten und das Feuerwehrhaus beim Garnmarkt gebaut werden?“ ein. Nach langer Diskussion wurde dieser Antrag abgelehnt – er erhielt mit den Stimmen der SPÖ, der GLG und einer ÖVP-Stimme nicht die erforderliche Mehrheit.

Mehrkosten durch Volksbefragung

Somit wurde der Beschluss für den Standort Moos mit 15 ÖVP- und zwei FPÖ-Stimmen erneuert. Die erforderliche Flächenwidmung wurde mit dem gleichen Abstimmungsergebnis beschlossen. Begründet wurde die Haltung der ÖVP und der FPÖ damit, dass eine Volksbefragung frühestens Ende August stattfinden könnte, wodurch die Marktgemeinde aufgrund der rechtlichen Situation den Vorsteuerabzug für den Feuerwehrhausneubau verlieren würde. Das würde Mehrkosten von rund 1,2 Millionen Euro bringen.

Weiters argumentierten die Befürworter von ÖVP und FPÖ, dass der Jugendbereich im Moos weiterhin erhalten bleibe - er könne gar durch verschiedene Maßnahmen noch erweitert werden. Auch der Kinderspielplatz im Moos bleibe unberührt.