Unfallverhütung: Wissen verpufft
Gemeinsam mit dem Landeskrankenhaus Bregenz wurden zahlreiche Vorträge zu diesem Thema gehalten. Jetzt ist die Arbeit zur Unfall-Prävention bei Kleinkindern erstmals wissenschaftlich ausgewertet worden. Das Ergebnis hätte besser sein können.
Die Vorträge zur Unfallprävention von Kleinkindern haben nicht unbedingt etwas bewirkt - so das Ergebnis der Studie, die in Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Fachhochschule durchgeführt worden ist. Seit 1995 hatte die Initiative Sichere Gemeinden vor diversen Risken für Kleinkinder gewarnt und etwa kippsichere Kinderwägen empfohlen.
Kurzfristig haben diese Vorträge gewirkt, besagt nun die Studie: Die knapp 460 befragten Mütter bzw. Väter konnten danach etwa mehr Unfallgefahren benennen. Langfristig zeigte sich aber kein Vorteil: Es gab keinen Wissensuntschied mehr zwischen Personen, die bei den Vorträgen dabei waren und solchen die nicht dabei waren.
Der Geschäfstführer der Initiative Sichere Gemeinden Franz Rein will deshalb das Programm neu gestalten. In einer Zeit, in der Eltern mit wohlmeinenden Ratschlägen überhäuft werden, müsse man die Informationen auf ihre Kernaussage reduzieren. Die Infos müssen wiederholt und dosiert angeboten werden, sagen auch Kinderärzte.
Publiziert am 03.07.2012

