Unternehmen bei Jobbörse in Spanien
Rund 200 hochqualifizierte Posten bleiben bei Firmen in Vorarlberg jedes Jahr unbesetzt. Die Wirtschaftskammer will Abhilfe schaffen und versammelte deshalb in der spanischen Hauptstadt Madrid heimische Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen - von der Elektronik bis zum Maschinenbau.
2.100 Bewerbungen für 50 Jobs
Innerhalb kürzester Zeit waren 2.100 Bewerbungen eingelangt. Nach einem Auswahlverfahren kamen 100 Jungakademiker in die engere Wahl. In den Bewerbungsgesprächen habe man bemerkt, dass es den Bewerbern um die Existenz geht. Das sei ein deutlicher Unterschied zu Vorarlberg, sagt etwa Prokurist Akan Celik.
Ein „Vorarlberg heute“-Beitrag von Josef Manola
Düstere Aussichten in Spanien
Die Jobsituation für Studienabsolventen in Spanien ist düster. Die Zahl der Arbeitslosen steigt, rund die Hälfte der Jugendlichen in der Altersgruppe unter 25 Jahren ist ohne Beschäftigung. Es droht eine Verschlechterung der sozialen Lage. Immer mehr junge Spanier spielen daher mit dem Gedanken, ins Ausland zu gehen. Einige haben aus der Zeitung davon erfahren, dass es in Österreich Jobs gibt. „Zum Auswandern war ich schnell bereit“, sagt etwa Bauleiter Luis Soler.
Arbeitssituation ist kaum zu vergleichen
Ein Präsentationsvideo brachte den jungen Spaniern bei der Jobmesse in Madrid die landschaftlichen Gegebenheiten Vorarlbergs näher. In einem ausführlichen Gespräch wurden die Bewerber mit der Arbeitssituation in Vorarlberg vertraut gemacht. Und die sieht deutlich besser aus als in Spanien: „Die Wirtschaftskrise brachte es mit sich, dass die Rechte der Arbeitnehmer in Spanien nicht berücksichtigt werden, die Arbeitszeiten hinaufgesetzt wurden und die Gehälter nicht mithalten“, so Informatiker Juan Manuel Ortega. Viele Spanier sehen in der Auswanderung die einzige Möglichkeit - Zukunftsperspektiven bietet ihnen ihre Heimat kaum noch.
Publiziert am 28.06.2012

