Vorarlberg ist Spitzenreiter im „Ferienmachen“

Die Zahl der Schließtage in Vorarlbergs Kindergärten stieg im Vorjahr von 37,2 auf 38,5 Tage. Damit gehört Vorarlberg im bundesweiten Vergleich zu den Spitzenreitern: Einzig in der Steiermark haben die Kindergärten noch häufiger geschlossen.

Die Ferien stehen vor der Tür und so manche arbeitenden Eltern fragen sich wohl: Wohin mit dem oder den Kindern, wenn die Kindergärten zu sind? Gerade in Vorarlberg ist diese Frage der neuesten Statistik zufolge mehr als berechtigt - denn nur noch in der Steiermark machen Kindergärten länger Ferien als hierzulande.

Zahl der Schließtage in Vorarlberg angestiegen

Während Kindergärten in ganz Österreich immer weniger Ferien machen, damit die Kinder berufstätiger Eltern auch in den Ferienwochen betreut sind, geht Vorarlberg den entgegengesetzten Weg: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Schließtage an Vorarlbergs Kindergärten laut Statistik sogar von 37,2 auf 38,5 Tage.

Nur noch in der Steiermark haben Kindergärten mit knapp 43 Tagen mehr Schließtage. Zum Vergleich: In der Bundeshauptstadt Wien fallen in den Kindergärten durchschnittlich eineinhalb Schließtage an. Eine Kinderbetreuungsschiene während der Sommerferien wird in Vorarlberg aber seit einigen Jahren stetig ausgebaut - nämlich die gemeindeautonomen Ferienbetreuungsangebote.

Nicht alle Betreuungsmaßnahmen berücksichtigt

Laut Landesschulrat Siegi Stemer (ÖVP) wurden in der Statistik zu den Schließtagen in den Kindergärten regionale Betreuungsmaßnahmen, Kinderbetreuungseinrichtungen wie Spielgruppen sowie die Ferienbetreuung außerhalb des Kindergartens durch die Gemeinde nicht berücksichtigt. Voraussetzung für diese Angebote sei, dass diese auch tatsächlich nachgefragt würden.

Die Weiterentwicklung der Kindergartenangebote in Vorarlberg werde sich auch in Zukunft vorrangig am konkreten Bedarf der Eltern orientieren, so Stemer.