Akademiker dringend gesucht

In Vorarlberg fehlen geschätzte eintausend Akademiker, Wirtschafter, Mathematik- und Physikprofessoren, Ärzte und Fachleute aus allen Bereichen der Technik. Rund fünfzig Prozent der Vorarlberger Studenten kehren nicht mehr ins Land zurück.

Die Wirtschaftsstandort-Gesellschaft hat die Gründe dafür erhoben, warum Universitätsabsolventen nicht mehr zurückkommen, obwohl sie dringend gebraucht würden. Geschäftsführer Joachim Heinzl sagt: „Nach einigen Jahren Studium in Städten wie Wien und Graz haben sich viele Studenten ein soziales Umfeld aufgebaut, sie haben Freunde gefunden und schätzen die Angebote, die eine Großstadt bietet. Außerdem wissen sie über die Karrierechancen in Vorarlberg zu wenig Bescheid.“

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Maßnahmen gegen Abwanderung

Über eine Internetseite mit dem Titel „Karriere Mittendrin“ sollen insbesondere die Technikstudenten angesprochen werden. Auch über eine Facebookseite werden die jungen Leute darüber informiert, welche offenen Stellen technisch orientierte Betriebe aktuell anbieten. In Graz und Wien präsentieren sich Vorarlberger Betriebe vor den Studenten. Zuletzt wurden in Graz zehn Betriebe einhundert Studenten vorgestellt.

Harald Dörler, er arbeitet in der Personalabteilung des Prüfgeräteherstellers Omicron in Klaus, sagt, seine Firma versuche Studenten über Praktika an sich zu binden. Heuer im Sommer beschäftigt Omicron fünfzig Praktikanten. Außerdem bieten viele Technik- Unternehmen den Studenten an, ihre Bachelor- oder Masterarbeit über ein Thema, an dem das Unternehmen Interesse hat, zu schreiben.

Technische Berufe für Frauen öffnen

Der Geschäftsführer der Wirtschaftsstandort-Gesellschaft Joachim Heinzl fordert, dass Kinder, insbesondere auch Mädchen, schon früher als heute für technische Berufe begeistert werden sollten. Auch der Wiedereinstieg nach der Babypause sollte für Frauen, die einen technischen Beruf ergreifen, erleichtert werden.