Zeit statt Geld: Neues Betreuungsmodell
Wer mit einer betagten Person zum Beispiel einkaufen geht, sie betreut oder kocht, soll für dieses Ehrenamt belohnt werden. Nicht in Form von Geld, sondern von Zeit, die angespart und später in Form von Betreuung ausgezahlt wird. So sieht es das Zeitmodell in der Schweiz vor.
Garantie durch die Stadt St. Gallen
Die Reaktionen von junggebliebenen Rentnern seien positiv, jetzt geht es darum, die beiden Gruppen zusammenzubringen. Das soll über verschiedene Sozialorganisationen geschehen, deren Aufwand müssen die Nutznießer zahlen. Das Modell soll nächstes Jahr starten - und zwar mit einer Garantie der Stadt St. Gallen, dass das Guthaben auch längerfristig einlösbar bleibt, wie Katja Meierhans Steiner von der Stadt St. Gallen erklärt. Diese Modell sei aufgrund des ausgeprägten Sicherheitsbedürfnisses der Schweizer Bevölkerung gewählt worden.
Idee aus Vorarlberg
Das Modell geht auf eine Idee der Vorarlberger Tauschbörse zurück. Gernot Jochum-Müller sagt, die Schweizer hätten weniger hohe Hürden für die Einführung eines solchen Modells. In Vorarlberg sei man noch mit Krankenkasse und Politik am Verhandeln. Ein Vorläufermodell habe es bereits vor zehn Jahren im Leiblachtal gegeben.
Publiziert am 08.07.2012

