Produktpiraterie macht Firmen viel Ärger
Vorarlberger Firmen geben jährlich Millionen für Patent- und Markenrechte aus, um damit ihre Erfindungen und Ideen zu schützen. Aber vor besonders dreisten Produktpiraterie schützen diese teuren Verfahren nicht immer. Die Internetseite der chinesischen Firma „Bulm“ unterscheidet sich kaum von der der Firma „Blum“ in Höchst. Schriftgröße und Typ, Farbe und Logos sind identisch. Die Bilder im Internet und im Katalog sind ähnlich gestaltet und auch positioniert. Daher prozessiert Blum derzeit gegen Bulm in China.
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Video: „Vorarlberg heute“-Beitrag von ORF-Redakteur Jürgen Sebö. Im Beitrag zu sehen ist Gerhard Blum, Geschäftsführer Blum.
In erster Instanz Recht bekommen
Vor einem chinesischen Gericht hat Blum mit der Klage auf Markenrechts-Verletzung gegen Bulm in erster Instanz Recht bekommen. Mit Anwälten in China werde es in letzter Zeit etwas einfacher, Erfolge gegen die Produktpiraterie zu erzielen, sagte Blum Geschäftsführer Gerhard Blum. In China habe das Kopieren von Produkten und Ideen aus allen Bereichen schon seit dem Mittelalter einen hohen Stellenwert. Für viele Asiaten sei daher das Erstellen einer perfekte Kopie sogar eine Kunstform.
Obwohl die strafrechtliche Verfolgung in China teuer und langwierig ist, wird Blum weiter gegen Produktpiraten vorgehen, denn nichts zu tun, würde sie nur bestärken, meinte Gerhard Blum.
„Einsteigen in den Markt über Hongkong“
Die Wirtschaftkammer rät Unternehmern, die in den Chinesischen Markt einsteigen wollen, dies nur über Hongkong zu tun. Dort seien die Gesetze strenger und es sei ein guter Trainingsplatz, um sich für den riesigen Markt China fit zu machen. Die innovativen Ideen der Vorarlberger Wirtschaft könnten aber nicht kopiert werden, meinte Blum, und das sei die Stärke, um diesen Standort zu halten.
Publiziert am 16.06.2012

