Brand Sutterlüty: Es war Brandstiftung
Die Brandermittler des Landeskriminalamtes stützen sich auf erste Ermittlungen am Brandplatz sowie auf Zeugenaussagen. Das Feuer dürfte laut Heliodor Seitlinger, Chefermittler der Brandabteilung im Landeskriminalamt, beim Regal mit dem Klopapier ausgebrochen sein - dort sind auch mehrere Sprayflaschen explodiert. Die Ermittlungen werden noch einige Tage in Anspruch nehmen.
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Video: „Vorarlberg heute“-Beitrag von ORF-Redakteur Franz Michel Hinteregger. Im Beitrag zu sehen sind Brandermittler Heliodor Seitlinger und Firmeninhaber Jürgen Sutterlüty.
Kunde bemerkte das Feuer
Ein Kunde bemerkte während der Öffnungszeit am Freitag um 18.00 Uhr in einem Regal Feuer und versuchte, es gemeinsam mit dem Marktleiter zu löschen. Nachdem ihnen das nicht gelang, riefen sie die Feuerwehr. Außerdem baten sie Kunden, rasch die Filiale zu verlassen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich das Feuer bereits auf mehrere Regale ausgebreitet.
Als die Feuerwehr beim Brandort eintraf, trat bereits dicker schwarzer Rauch aus dem Eingangsbereich des Einkaufmarkts, schildert Gerold Hämmerle, Einsatzleiter der Feuerwehr Dornbirn.
„Enorme Hitze“ und starker Rauch
Ein extrem rasanter Brandverlauf und eine starke Rauchentwicklung erschwerten den rund 85 Einsatzkräften, die mit zwölf Fahrzeugen im Einsatz waren, die Löscharbeiten. Außerdem hatte sich eine „enorme Hitze“ im Gebäude entwickelt, sodass etwa Bierkisten direkt vor den Augen der Einsatzkräfte komplett wegschmolzen, so Hämmerle.
Problematisch gestaltete sich vor allem, dass mehrere Sprühflaschen explodiert waren und so eine große Gefahr für die Feuerwehrmänner darstellten. Die Flammen waren zudem bis in die Deckenkonstruktion vorgedrungen.
Nach rund 45 Minuten waren die Löscharbeiten beendet. Um der großen Hitze im Gebäude entgegenzuwirken, mussten Fenster eingeschlagen und Öffnungen am Dach vorgenommen werden.
Verletzt wurde niemand, jedoch waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. Denn der Rauch war auch in die Geschäftsräume und Wohnungen des Gebäudekomplexes vorgedrungen. Dieser konnte rechtzeitig evakuiert werden, sodass niemand zu Schaden kam.
Sutterlüty: „Schaden geht in Millionenhöhe“
Der Markt sei eigentlich vernichtet, und man müsse von einem Totalschaden ausgehen, sagte Geschäftsführer Jürgen Sutterlüty gegenüber Radio Vorarlberg. Der statische Zustand des Gebäudes wurde am Samstag von Spezialisten untersucht. Laut Sutterlüty dürfte die effizienteste Lösung ein Abbruch sein. Die Sanierung sei sehr zeitaufwendig und je länger der Markt geschlossen bleibe, desto größer sei die Schadenssumme. Das beste werde es wohl sein, das Gebäude abzureißen und neu aufzubauen. Der Schaden betrage mehrere Millionen Euro, so Sutterlüty.
In der Filiale im Kehlerpark sind 25 Mitarbeiter beschäftigt. Während der Neuerrichtungsphase sollen diese laut Sutterlüty weitgehend in anderen Geschäften untergebracht werden.
Geldbetrag für Hinweise ausgelobt
Die Firma Sutterlüty hat für zweckdienliche Hinweise, die zur Ausforschung möglicher Täter führen, einen Geldbetrag in der Höhe von 5.000 Euro ausgelobt. Das Landeskriminalamt bittet um Hinweise (059133/803333).
Publiziert am 16.06.2012

