Drogenberatungsstelle neu eröffnet
Die Drogenberatungsstelle Ex & Hopp in Dornbirn hatte am alten Standort in den vergangenen Jahren immer wieder mit Anrainerbeschwerden zu kämpfen. Außerdem waren die Räumlichkeiten beengt, denn Ex & Hopp ist mit rund 500 Betroffenen die landesweit bestfrequentierte Beratungsstelle. Nun wurde für Ex & Hopp in der Quellengasse ein neuer Standort errichtet.
Verbesserungen auch im Innenbereich
Das gut 300 Quadratmeter große Gebäude ist konzipiert wie ein Vierkanthof - mit einem Innenhof in der Mitte. Somit könnten sich die Klienten im Freien aufhalten, ohne dass sich Nachbarn gestört fühlen, sagte der Leiter der Kontakt- und Anlaufstelle „Ex & Hopp“, Rainer Roppele. Deutliche Verbesserungen gibt es auch im Innenbereich. Dort gebe es jetzt Toiletten und Sanitäranlagen für beide Geschlechter getrennt. Zudem habe sich der Aufenthaltsbereich vergrößert, so Roppele. Die Klienten fühlen sich deshalb auch mehr wertgeschätzt.
35 bis 70 Personen nutzen Ex & Hopp täglich
Knapp 800.000 Euro hat das neue Gebäude in der Quellengasse gekostet, genutzt wird es von circa 35 bis 70 Personen am Tag. Investitionen wie diese lohnen sich langfristig, sagte Gesundheitslandesrat Christian Bernhard, denn wenn sich Personen mit Drogenproblemen in ihrer Anlaufstelle gut betreut und aufgehoben fühlen, würden sich auch nicht auffällig.
Das Ex & Hopp bietet regelmäßige psychosoziale Betreuung für rund 300 Menschen, die teilweise in Drogen-Ersatzprogrammen sind. Vergangenes Jahr wurden 180.000 Spritzen entsorgt und drei Spritzen-Automaten betreut.
Publiziert am 15.06.2012

