Fünf Ersthelfer mit DECUS ausgezeichnet
Mit dem DECUS werden Ersthelfer geehrt, die Besonderes geleistet haben. Durch den Preis soll die Bevölkerung zu mehr Zivilcourage und Hilfsbereitschaft animiert werden. Landeshauptmann Markus Wallner hat die Preise am Freitag (30. April) im Rahmen der Dornbirner Frühjahrsmesse in der ORF-Arena an engagierte Ersthelfer überreicht.
Jürgen Kessler, Roland Schwendinger, Paul Bischof
Der DECUS für schnelles und mutiges Eingreifen ging an Jürgen Kessler, Roland Schwendinger und Paul Bischof. Nachts entdeckten sie in der Nachbarschaft ein Feuer und alarmierten umgehend die Feuerwehr. Anschließend machten sie die Hausbewohner auf den Brand aufmerksam. Beim raschen Verlassen des brennenden Hauses fiel die Türe ins Schloss und konnte von außen nicht mehr geöffnet werden.
Somit mussten die drei Ersthelfer die noch im obersten Stock befindliche Bewohnerin, welche das Feuer nicht bemerkt hatte, mittels Leiter und dem Einschlagen eines Fenster aus der Gefahrenzone befreien. Unter besonders gefährlichen Umständen wurden Dank der Ersthelfer alle Bewohner noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte aus dem brennenden Haus gerettet.
Christoph Pichler ausgezeichnet
Einen DECUS für besonderes Verantwortungsbewusstsein und Engagement erhielt Christoph Pichler. Als Anrainer der A14 in Lochau hörte er einen lauten Knall und vermutete einen Unfall. Er machte sich gleich auf den Weg und traf auf einen schweren Verkehrsunfall. Sofort setzte Christoph Pichler den Notruf ab. Unter enormer psychischer Belastung versorgte er die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in einem siebenminütigen Telefongespräch mit exakten Informationen zur Unfallstelle. Somit konnte die Rettungskette optimal in Gang gesetzt werden.
Sonderpreis für Alexander Jochum
Einen Sonderpreis erhielt Alexander Jochum für außerordentliche Zivilcourage. Nachdem er eine Gruppe Jugendlicher, die in einem Bus die Fahrgäste anpöbelten und aggressiv wurden, zurecht wies, wurde Alexander Jochum nach der Busfahrt niedergeschlagen und schwer verletzt.
Florian Wirth rettete Herzpatienten
Herausragend couragiert verhielt sich auch Florian Wirth. Ein Schweizer Urlaubsgast kollabierte bei einer Bushaltestelle vor einer Menschenmenge. Nach Feststellen des fehlenden Herzschlags und der ausbleibenden Atmung fing Florian Wirth gleich mit der Reanimation an. Durch die Mund-zu-Mund-Beatmung und der Herzdruckmassage bis zum Eintreffen der Rettungsmannschaft konnte das Leben des Notfallpatienten gerettet werden.
Publiziert am 30.03.2012

