Betriebe sollen mehr in Forschung investieren

Damit der Vorarlberger Wirtschaftsmarkt weiterhin gut dasteht, braucht es Anstrengungen, vor allem im Forschungsbereich, sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP).

Wirtschaftsminister Mitterlehner ist am Donnerstag zum Antrittsbesuch bei Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). Er kommt trotz Sparpaket und Kürzungen mit optimistischen Prognosen: Die Sachgütererzeuger in Österreich wollen ihre Investitionen stärker ausweiten als prognostiziert und als im EU-Schnitt.

Noch optimistischer schätzen die Vorarlberger Unternehmen die Zukunft ein, sagte Mitterlehner. Es gebe in Vorarlberg eine Steigerung der Investitionsvorhaben um 10,5 Prozentpunkte. Vorarlberg habe sehr viel getan, was die Innovation, die Patente und den Exportanteil anbelangt, da liege Vorarlberg an der Spitze.

Wallner: „Forschung ist entscheidender Faktor“

Forschung und Entwicklung seien entscheidende Faktoren, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, so Landeshauptmann Wallner. Wichtige Partner seien überbetriebliche Forschungseinrichtungen - wie etwa V-Research oder Institute mit Forschungsprojekten im Bereich Textil oder Lichttechnik.

Rüdisser wünscht sich notwendige Sorgfalt vom Bund

Den Großteil, nämlich 80 Prozent, würden die Betriebe selbst in Innovation und Forschung investieren, so Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (ÖVP). Das bedeute, dass die angewandte Forschung eine sehr wesentliche Rolle spiele. Er würde sich sehr wünschen, dass auch von Bundesseite gerade diesem Bereich auch in Zukunft die notwendige Sorgfalt gewidmet werde.

„Innovationsschecks werden erweitert“

Nun sollen aber auch die Klein- und Mittelbetriebe stärker zur Forschung angehalten werden, so Wirtschaftsminister Mitterlehner. Deshalb gebe es Innovationsschecks, die das Wirtschaftsministerium zusammen mit der Forschungsförderungsgesellschaft und dem AWS abgewickelt habe. Diese seien von 5.000 auf 10.000 Euro erweitert worden. Es sei vor allem ein Anknüpfungspunkt für die Betriebe, die mit Forschung bisher noch nichts zu tun gehabt hätten.

Von 2010 bis 2015 fließen insgesamt 35 Millionen Euro in Forschungsprojekte mit Vorarlberger Beteiligung - davon kommen sechs Millionen vom Land.