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Astrofenster vom 10. April 2009 |
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Sternnamen
Viele Sterne sind mit geheimnisvollen Namen versehen, deren Ursache in der Geschichte der Astronomie liegt.
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Text von Astronom Robert Seeberger |
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Vom Arabischen ins Lateinische
Im Jahre 150 n. Chr. erstellte Claudius Ptolemäus einen Katalog von gut 1.000 Sternen. Nur die hellsten besaßen griechische Eigennamen. Die übrigen waren umständliche Beschreibungen bezogen auf die Lage des Sterns im Sternbild. So lautet z.B. ein Stern "Am rechten Fuß des Himmelsjägers Orion".
Im 9. Jahrhundert wurde der Katalog von Ptolemäus ins Arabische übersetzt und später vom Arabischen ins Lateinische. So kommt es, dass die hellen Sterne am Himmel lateinische Namen wie Spica, griechische, wie Castor und Pollux und arabische, wie Rigel und Wega tragen. Durch Übersetzungsfehler und Ungenauigkeiten traten immer mehr Verwechslungen auf.
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Uranometria von Johannes Bayer
Vor etwas mehr als 400 Jahren wollte Johannes Bayer das Durcheinander am Sternenhimmel beseitigen. Mit seiner Uranometria gab er einen Band mit 51 doppelseitigen Himmelskarten heraus. Jeder Stern erhielt einen der 24 Buchstaben des griechischen Alphabets und zusätzlich die Angabe in welchem Sternbild er sich befindet.
So ist z.B. Alpha Ursa Minoris der hellste Stern im Sternbild des Kleinen Bären, Beta Ursa Minoris der zweithellste im selben Sternbild. 1300 Sterne umfasst sein Katalog.
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18 Millionen Einträge
Wie wir wissen, untersuchte man ab Anfang des 17. Jahrhunderts den Himmel mit Fernrohren. Es tauchten in der Folge immer mehr Sternchen auf, die keinen Namen trugen. Das griechische Alphabet reichte zur Nomenklatur nicht mehr aus. John Flamsteed aus Greenwich führte daher Zahlen vor den Sternbildnahmen ein. Z.B. 51 Pegasi.
In modernen Katalogen werden die Sterne nach ihrer genauen Lage in einem Himmelskoordinatensystem benannt. Die Zahl der katalogisierten Sterne ist gewaltig angestiegen. So enthält der mit dem Weltraumteleskop erstellte "Hubble Guide Star Catalog" 18 Millionen Einträge.
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