Gut gepflanzt: Baumschnitt

Der Frühling ist da, und für „Gut gepflanzt“ ist der Winterschlaf endgültig vorbei. Inés Mäser hat für die erste Folge des Jahres einen alten Bekannten besucht: einem Apfelbaum, der einfach keine Früchte trägt.

Sendehinweis:

„Vorarlberg heute“, 20.3.2017, 19.00 Uhr, ORF 2

Viele Blätter und keine Früchte: Das ist oft ein Zeichen dafür, dass die Veredelungstelle zu tief unter die Erde gepflanzt ist.

Fehlende Äpfel können aber auch andere Ursachen haben. Ein falscher Schnitt kann dazu führen, dass der Baum nur Holz und Blätter bildet, aber keine Früchte.

Flache Äste sind wichtig

Beim Schnitt werden als erstes die senkrecht nach oben gehenden Wasserschosse entfernt und Äste, die in den Baum hineinwachsen. Wasserschosse können aber zum Teil auch nötig sein - mehr dazu sehen Sie im Video.

Wichtig sind flache Äste, weil dort der Saft langsamer fließt und damit mehr Fruchtholz angesetzt wird. Aber auch die Fruchthölzer werden eingekürzt - und zwar an der Stelle, wo der Ast steil nach oben wächst, und über einem Auge, das nach außen zeigt.

Tipps fürs richtige Baumschneiden

Der richtige Zeitpunkt ist da - fehlt nur noch die richtige Technik!

Schnitte nah am Stamm setzen

Die Schnitte werden so nah wie möglich am Stamm gesetzt. So bildet sich kein Totholz, und Pilze oder Bakterien haben keine Chance.

Oft wachsen auch vielversprechende Zweige kreuz und quer in der Krone und stehen in Konkurrenz zueinander. Hier wird geschaut, welcher ertragreicher ist und welcher andere Äste beeinträchtigt.

Frühjahrsschnitt zu empfehlen

Der Schnitt im Frühling hat viele Vorteile - aber er muss vor der Blüte gemacht werden. Dann geht die Pflanze in den Saft und kann die Schnittstellen sofort schließen. Im Herbst dauert das oft länger.

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